Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Peer Gynt" von Henrik Ibsen, Thalia Theater Hamburg"Peer Gynt" von Henrik Ibsen, Thalia Theater Hamburg"Peer Gynt" von Henrik...

"Peer Gynt" von Henrik Ibsen, Thalia Theater Hamburg

A-Premiere am 16. September um 19.30 Uhr im Thalia Theater

B-Premiere am 17. September um 19.30 Uhr im Thalia Theater

 

Peer Gynt lügt? Träumt? Phantasiert? Erzählt? Er durchschreitet Grenzen, Meere, Länder, Wüsten auf der Suche nach sich selbst. Er überschreitet Grenzen von Wahrheit und Lüge, von Traum und Wirklichkeit.

Er erfindet Geschichten, verführt, betrügt und ist stets im Aufbruch. Immer, wenn er Verantwortung übernehmen soll, zieht er weiter und sucht das Neue und Unbekannte. Aber soweit er auch geht, bewegt er sich überhaupt von der Stelle? Er ist ein Suchender, ohne genau zu wissen, wem oder was er hinterher

jagt. Er reist durch die Weltgeschichte, wird Spekulant, Prophet und landet in Ägypten. Vor der Sphinx stehend, hallt die Frage zurück: „Wer bist du?“ Doch er kann und darf nicht verweilen, und die Reise geht weiter. Immer rasanter wird die Fahrt. Er erlebt skurrile Abenteuer, überlebt Stürme, erlangt

Reichtümer und verliert sie wieder.

 

Peer Gynts Weg zieht weite Kreise, doch am Ende führt er ihn dorthin zurück, wo er einst aufgebrochen ist. Als er sich nach vielen Jahren auf den Heimweg begibt, wehen Fetzen seiner Vergangenheit, bekannte Gesichter, Geschichten, Erinnerungssplitter noch einmal an ihm vorüber. Er sieht zu, wie der Rest seiner Habe versteigert wird, und zuletzt bietet er seine eigenen Träume und Phantasien feil. In seinen Erinnerungen und Bildern, die ihm vor Augen führen, was nicht mehr ist und einmal war, versucht er sich selbst zu erkennen. Und endlich stellt er selbst die Frage: Wer ist Peer Gynt? Wer ist der Mensch, der in die Welt geworfen wird und aufgefordert ist, sich selbst zu entwerfen? Ist er die Summe seiner Erzählungen? Und findet er eine unbekannte Welt in sich selbst?

 

Regie Jan Bosse

Bühne Stéphane Laimé

Kostüme Kathrin Plath

Musik Arno P. Jiri Kraehahn

Video Meika Dresenkamp

Dramaturgie Beate Heine/Andrea Koschwitz

 

Ensemble Marina Galic (Solveig), Jens Harzer (Peer Gynt) sowie Robert Kuchenbuch, Hans Löw, Anne Müller, Karin Neuhäuser, Catherine Seifert, Sebastian Zimmler

 

Weitere Vorstellung am 22. September um 19.30 Uhr.

 

Karten 040. 32 81 44 44 / www.thalia-theater.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑