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Preisverleihung an die drei Karlsruher Initiatoren für „TheaBib&Bar – Theater als Lernort“, eine ausgezeichnete Idee für die Stadt von morgen

Im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2013/14 ist „TheaBib&Bar – Theater als Lernort“ der drei Initiatoren House of Competence (HoC) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Hochschulgruppe Enactus und des Staatstheaters Karlsruhe am 9.11. 2013 als einer von 100 Preisträgern ausgezeichnet worden. Zum Thema „Ideen finden Stadt“ liefert das Projekt eine Antwort auf die Frage, wie öffentliche Räume zeitweise zu digitalen Bibliotheken umgenutzt werden können und dadurch dringend benötigter Platz zum Lernen für Studierende geschaffen wird.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs gemeinsam Ideen und Projekte aus, die Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen bereithalten. Michael Krämer, Filialdirektor der Deutschen Bank in Karlsruhe, überreichte Alexa Kunz (HoC), Daniel Eberts (Enactus KIT) und Generalintendant Peter Spuhler (Staatstheater Karlsruhe) die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort 2013/14“ und betonte: „Die TheaBib&Bar ist ein Ort der Begegnung und in der deutschen Hochschullandschaft absolut einzigartig. Hier arbeiten zwei zentrale Einrichtungen zusammen mit dem gemeinsamen Ziel, die Ressourcen ihrer Stadt verantwortungsvoll einzusetzen – ein Projekt mit Vorbildcharakter.“

 

Peter Spuhler kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, zum wiederholten Mal ein ‚Ausgezeichneter Ort‘ im Land der Ideen zu sein und damit eine Lösung für das Leben in der Stadt von morgen aufzeigen zu können. Außerhalb der normalen Vorstellungszeiten öffnet sich das Theater den unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen und wird so zum unverzichtbaren Bestandteil städtischen Lebens, einem Hauptziel meiner Arbeit.“

 

Wie Urlauber Liegestühle besetzen, so reservieren viele Studierende schon morgens die Tische in den Bibliotheken. Gerade in Prüfungszeiten kann der Platz zum Lernen knapp werden. Eine deutschlandweit einmalige Idee unterstützt hier und spart kommunale Gelder: Seit April 2013 kommen die Studierenden zum Lernen ins Foyer des Staatstheaters. Die „TheaBib“, die hier entstanden ist, bietet tagsüber 150 Sitzplätze sowie WLAN und eine Kaffeebar. Am Abend gehört das Foyer wieder dem Publikum – die jungen Zuschauer wissen jetzt, was hier gespielt wird.

 

„Das House of Competence am KIT forscht rund um das studentische Lernen, Leben und Arbeiten. Die Studien zeigen, dass geeignete Lernorte und die Beratung zu Arbeitstechniken eine wesentliche Rolle für den Lernerfolg spielen. In der TheaBib&Bar werden diese Ergebnisse erprobt und konkret umgesetzt. Den besonderen Charme des Ortes machen dabei die Nähe zur Südstadt aus, in der viele Studentinnen und Studenten leben, sowie der Kontakt zwischen Campus und Kultur“, sagt Alexander Wanner, KIT-Vizepräsident am KIT. „Mich freut besonders, dass die Auszeichnung im Land der Ideen auch die Arbeit der Hochschulgruppe würdigt, die sich hier für die studentische Lernkultur engagiert.“

Daniel Eberts, Projektleiter der TheaBib&Bar freut sich: „Wir Studenten sind wahnsinnig froh, das Theater als Ort für uns entdeckt zu haben. Nicht nur als Lernort, sondern auch für die Kultur am Abend.“

 

„Ideen sind unsere wichtigsten Rohstoffe. Sie bringen unser Gemeinwesen voran. Sie stärken den Standort. Und genau deswegen wollen wir sie sichtbar machen“, begründete Michael Krämer das langjährige Engagement der Deutschen Bank im Wettbewerb. Aus rund 1.000 Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern gemeinsam mit einem vierköpfigen Fachbeirat das Projekt „TheaBib&Bar – Theater als Lernort“ als Preisträger aus.

 

 

 

 

 

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