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RANK V. von Friedrich Dürrenmatt im Theater Bern

Premiere Fr, 22. März 2013, 19:30 Uhr, Vidmar 1. -----

Dürrenmatts selten gespieltes Stück «Frank V., Komödie einer Privatbank» mit Musik von Paul Burkhard entführt in die Welt der Banken und zeigt die dunklen Machenschaften von ihrer heiteren Seite.

Bankdirektor Frank wird erpresst. Und zwar von jemandem, der bestens mit den Geschäftsmethoden des altehrwürdigen, anständigen Geldinstituts vertraut zu sein scheint. In zweihundert Jahren ist die Bank mit Aktienschwindel, Bilanzfälschung, Mord und Totschlag reich geworden. Doch die Zeiten sind nicht mehr günstig für ehrlichen Betrug. Die Einnahmen sinken, Kunden laufen davon, und nun auch noch diese Erpressung. Kurzerhand beschliesst Frank V., zum Schein zu sterben. So wird er die Steuerbehörde und seine Gläubiger los und kassiert überdies die Lebensversicherung. Denn eigentlich will er schon längst aus dem dreckigen Bankengeschäft aussteigen …

 

Vordergründig eine Komödie mit Musik, nimmt Dürrenmatt mit seinem politisch geschärften Blick die heiligste Kuh der Schweiz namens «Bank» ins Visier. «Wo Profit lockt, wird die Handlungsweise des Menschen vorhersehbar», lautet der bittere Befund.

 

Und so bekommt die bankrotte Privatbank mitsamt dem Staat, der am Ende als deus ex machina einspringt und alle Probleme löst, eine ganz neue, aktuelle Bedeutung: Manche Probleme sind eben «too big to fail».

 

Regie Claudia Meyer

Musikalische Leitung Michael Wilhelmi

Choreographie Ester Ambrosio

Bühne und Kostüme Aurel Lenfert

Dramaturgie Karla Mäder

 

Frank V. Stefano Wenk

Ottilie, seine Frau Henriette Cejpek

Franziska, ihre Tochter Julia Gräfner

Herbert, ihr Sohn Pascal Goffin

Egli, Prokurist Benedikt Greiner

Frieda Fürst, dessen Geliebte Sophie Hottinger

Päuli Neukamm, Anfänger Ralph Tristan Engelmann

Böckmann, Personalchef Jonathan Loosli

 

Musik / Klavier Michael Wilhelmi

Musik / Gitarre Michael Frei

Musik / Cello Kathrin Bögli

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