Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Romeo und Julia" von Shakespeare im Burgtheater Wien"Romeo und Julia" von Shakespeare im Burgtheater Wien"Romeo und Julia" von...

"Romeo und Julia" von Shakespeare im Burgtheater Wien

Premiere am 20. September 2007, 19.00 Uhr

 

In Verona regiert der Hass zweier verfeindeter Familien, als Romeo und Julia, Kinder eben dieser Familien, auf einem Fest miteinander zufällig die Blicke tauschen, ein Augenblick nur, der die beiden in einen Ausnahmezustand versetzt und sie glauben macht, die Liebe sei ihnen schicksalhaft begegnet.

 

Sich dieser Himmelsmacht ergebend, halten sie heimlich, gegen alle Gesetze ihrer Eltern aufbegehrend, nur wenige Stunden später Hochzeit und schwören sich Treue bis in den Tod.

 

Die Streitereien der Familien gehen weiter. Romeo kann sich ihnen nicht entziehen. Obgleich als Schlichter auftretend, wird er auf offener Straße in ein Scharmützel verwickelt, in dem sein bester Freund Mercutio tödlich verwundet wird. Rasend vor Trauer verübt er Rache und tötet Julias Cousin Tybalt. Romeo wird verbannt und ist zur Flucht gezwungen.

 

Julias Eltern, nichts ahnend vom Liebesverhältnis ihrer Tochter, bereiten unterdessen die Hochzeit Julias mit dem Grafen Paris vor. Um Zeit zu gewinnen, sie dieserHochzeit zu entziehen, verabreicht der eingeweihte Pater Lorenzo dem jungen Mädchen eine Schlafdroge, die sie in einen leichenähnlichen Zustand versetzt. Nach ihrer Bestattung soll der Geliebte Julia aus der Gruft befreien und zu sich ins Exil nehmen. Doch der Plan erreicht den Flüchtigen nicht, nur die Nachricht von ihrem vermeintlichen Tod. Das Ende ist tragisch - so wie der Prolog es bereits angekündigt hat.

 

Romeo und Julia sind das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur. Shakespeare griff den Stoff aus der italienischen Novellenliteratur auf, verlegte ihn in die Frührenaissance, die Zeit der Pest, und komprimierte das Geschehen auf nur vier Tage, in denen Heiraten, Duelle, Tode und Versöhnungen den Gang der Ereignisse ebenso plötzlich wie unwiderruflich skandieren. Bis heute stellt die Geschichte von Romeo und Julia ein mythisches Versprechen dar, das die Erzählung der schicksalhaften, wahren undunerschütterbaren Liebe in Umlauf hält.

 

Romeo und Julia

von William Shakespeare

 

Regie: Sebastian Hartmann

Bühne: Jürgen Bäckmann

Kostüme: Moritz Müller

Licht: Friedrich Rom

Dramaturgie: Judith Gerstenberg

Premiere am 20. September 2007 im Burgtheater

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑