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SAUL - Oratorium von Georg Friedrich Händel - STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 14.Dezember 2013, 19.30 Uhr, Opernhaus. -----

„Saul“, entstanden 1738, ist nicht nur ein durch seine Formenvielfalt und farbige Orchestrierung herausragendes Oratorium, es ist auch eines der dramatischsten und szenisch wirkungsvollsten. Die Programmhefte der frühen Aufführungen – die Uraufführung fand im Theater, nicht in einer Kirche statt – enthalten sogar Regieanweisungen.

Entnommen ist die Geschichte der Bibel, genauer: dem 1. Buch Samuel. Die Handlung setzt ein, nachdem David Goliath besiegt hat. König Saul will David zur Belohnung mit seiner Tochter Merab verheiraten, und Sauls Sohn Jonathan schließt schnell enge Freundschaft mit dem jungen Helden. Doch Merab will von der Heirat nichts wissen, statt ihrer verliebt sich ihre jüngere Schwester Michal in den begnadeten Sänger und Harfenspieler David. Als auch das Volk David jubelnd feiert, erwacht in Saul der Neid – und wächst zum blinden Hass, der nur noch das Ziel kennt, David zu vernichten. Schon bald sinkt nicht nur Sauls Ansehen beim Volk, auch mit seiner Familie ist er entzweit, denn sowohl Jonathan als auch Micha schützen David vor Sauls Mordanschlägen.

 

In seiner Verzweiflung beschwört Saul den Geist des Propheten Samuel. Der sagt ihm den Tod für den nächsten Tag voraus und verkündet, Gott habe das Königreich Israel für David vorbestimmt …

 

Georg Friedrich Händel und sein Librettist Charles Jennens schufen aus diesem Stoff ein Musikdrama, das die seelischen Konflikte des Titelhelden und der ihn umgebenden Personen ins Zentrum stellt und das Aufeinandertreffen von Macht und Ohnmacht thematisiert.

 

Die Titelpartie des Saul singt Marc-Olivier Oetterli. Für die Rolle des David konnte als Gast der Countertenor Yuriy Mynenko gewonnen werden, der bereits mit etlichen namhaften Orchestern und Dirigenten zusammengearbeitet hat und u.a. durch seine Aufnahmen „When the soul listens“ (Pavane Records, 2012) und „Artarserse“ von Leonardo Vinci (Virgin Classics, 2012 mit dem Concerto Köln, Philippe Jarrousky und drei weiteren Countertenören) bekannt ist. Weitere Mitwirkende sind Musa Nkuna als Jonathan, Ani Yorentz als Michal, Jaclyn Bermudez (Merab) sowie Johannes An (später alternierend mit Paulo Paolillo), Hee Saup Yoon und Seong Ho Kim.

 

Jörg Halubek ist Universitätsprofessor für Historische Tasteninstrumente und Aufführungspraxis an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart sowie Gründer und Künstlerischer Leiter des Stuttgarter Barockorchesters „Il Gusto Barocco“. „Saul“ ist nach „Griselda“ von Scarlatti (2011/12) und „L'Olimpiade“ von Vivaldi (2012/13) bereits die dritte Produktion in Kassel, deren musikalische Leitung er innehat.

 

Text: Charles Jennens

 

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

– In Kooperation mit der Oper Dortmund –

 

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Katharina Thoma, Bühne: Sibylle Pfeiffer, Kostüme: Irina Bartels, Dramaturgie: Jürgen Otten, Chor: Marco Zeiser Celesti

 

Mit Marc-Olivier Oetterli / Tomasz Wija (Saul), Yuriy Mynenko als Gast (David), Musa Nkuna (Jonathan); Ani Yorentz (Michal / Sopran-Arie), Jaclyn Bermudez (Merab), Johannes An/Paulo Paolillo (Abner / Der Hoheprister / Die Hexe von Endor), Hee Saup Yoon (Der Geist Samuels / Doeg / Bass-Arie), Seong Ho Kim (Ein Amalekiter)

 

Die nächsten Vorstellungen: 21.12., 26.12. (18 Uhr), 8.1., 12.1. (18 Uhr)

 

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de.

 

 

 

 

 

 

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