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Schauspiel Frankfurt: "Die Katze auf dem heissen Blechdach" von Tennessee Williams

Premiere 14. April 2011. -----

 

Der Kampf um Liebe und um Geld ist oft derselbe. Der herannahende Tod des reichen Big Daddy Pollitt entfesselt alle kriegerischen Energien in seiner Familie.

 

Wie Ringkämpfer halten sich die Mitglieder umklammert. Der Alte soll sein Erbe teilen. Dabei weiß er nicht, was alle anderen wissen: Dass die Ärzte bei ihm Krebs diagnostiziert haben und er bald sterben wird. Die ehrgeizige Frau seines ungeliebten Sohnes Gooper tut alles, um sich bei dem Schwiegervater einzuschmeicheln, führt ihre zahlreichen Kinder vor und demonstriert, dass sie die Zukunft ist: der Familie, der Plantage, Amerikas. Big Daddy aber denkt gar nicht daran, sie als Erben einzusetzen, sondern wartet auf den Tag, an dem sein alkoholabhängiger geliebter anderer Sohn das Saufen aufhört: Brick.

 

Der aber zerstört planmäßig, Glas für Glas, sich selbst und die Erinnerung an seine große Liebe: den Collegefreund und Footballpartner Skipper. Skipper hat sich aus Verzweiflung umgebracht und nur eine kennt das Geheimnis dieses Selbstmordes und dieser Liebe: Bricks Frau Maggie. Sie ist die »Katze auf dem heißen Blechdach«. Sie sieht, wie ihre Chancen schwinden, und doch kämpft sie, erotisch, proletarisch und vital, mit allen Mitteln um Bricks Leben, seine Liebe und das Erbe der Familie. Tennessee Williams sagt über sein Stück: »Das Leben ist kannibalisch. Das eine Ich frisst das andere. Immer ist jemand dabei, an einem anderen zu nagen, aus Neid, aus Profitgier, aus Angst.«

 

Regie Bettina Bruinier Bühne Barbara Ehnes Kostüme Justina

Klimczyk Musik Torsten Kindermann, Oliver Siegel Video Kerstin Polte

Dramaturgie Andreas Erdmann

 

Mit Traute Hoess, Franziska Junge, Birte Schrein; Alexander Beck, Wilfried Elste, Torben Kessler, Felix von Manteuffel, Sascha Nathan, Thomas Prazak u. a.

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