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Schauspiel Stuttgart: BLACK BOX. PHANTOMTHEATER FÜR 1 PERSON von Stefan Kaegi / Rimini Protokoll

Premiere am Di – 14. Jul 2020 - Ab 18 Uhr

Was bleibt von einer flüchtigen Theateraufführung zurück? Aufzeichnungen, Kritiken und selbst Regiebücher bilden nur einen Teil der Aufführung ab. Hormone, Gerüche, Textur haben andere Spuren hinterlassen. In ihrer Leere entwickeln Zuschauerraum, Bühne, Garderoben und Lichtbrücken den Charme von Ruinen: Post-Spektakel. Die Bühne und ihre Umgebung als temporäre Ruine einer rituellen Versammlungsstätte. Eine Archäologie der Repräsentation von Gesellschaft. Schicht für Schicht abgetragen gibt das Gebäude den Blick frei auf das, was Theater war, ist, sein kann.

 

Copyright: Björn Klein

Was ist, wenn sich die Weltsimulationsmaschine Theater von selbst in Bewegung setzt und das Publikum ins Zentrum des Geschehens rutscht? Corona macht möglich, was sich sonst kein Schauspielhaus erlauben könnte: Ein ganzes Haus spielt für eine Person.

Am 14. Juli feiert Black Box. Phantomtheater für 1 Person Premiere. Ab 18 Uhr startet alle 5 Minuten ein*e Zuschauer*in mit Kopfhörer und Handschuhen auf eine Entdeckungsreise durch das Labyrinth der Fiktionsmaschine. Die Black Box öffnet sich den rekonstruierenden Forschern und stellt die Frage: Wo sind die anderen? In Zeiten von sozialer Distanz und Isolation gilt es hier zu entdecken was Gemeinschaft bedeutet.

Stefan Kaegi inszeniert in verschiedensten Konstellationen dokumentarische Theaterstücke, Hörspiele und Stadtrauminszenierungen, die u.a. in Zürich, Moskau, Berlin, Düsseldorf, Shanghai und Lausanne zu sehen sind. Gemeinsam mit Helgard Haug und Daniel Wetzel arbeitet er unter dem Label Rimini Protokoll, das 2011 mit dem silbernen Löwen für Theater an der Biennale in Venedig ausgezeichnet wurde.

Di – 14. Jul, ab 18:00 –
Treffpunkt Foyer Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen: 15. / 20. / 23. / 24. / 25. / 26. Jul 20

    
    

 

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