Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Schauspiel Stuttgart: "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer Werner Fassbinder Schauspiel Stuttgart: "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer...Schauspiel Stuttgart:...

Schauspiel Stuttgart: "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer Werner Fassbinder

Premiere 12. März 2011, 20.00 Uhr, NORD (Löwentorstr. 68/Löwentorbogen, S-Nord). --

 

Petra von Kant hat es geschafft: Sie ist autark, hat Erfolg, ihre Modekollektionen florieren.

 

 

Nur ihre Ehe scheiterte, weil der Mann keine finanziell überlegene Ehefrau an seiner Seite vertrug. Über eine Freundin lernt sie die jüngere Karin kennen, verliebt sich in sie, will ein Mannequin aus ihr machen. Doch Karin ist bequem und lässt sich umwerben. Bald übt sie mit ihrer unbestimmten Trägheit Macht über Petra aus. Instinktsicher wie stets bei diesem Thema zeigt Fassbinder den stärker liebenden Part als den unterlegenen. Wer liebt, leidet, ist die bittere Lektion für die einst unabhängige Geschäftsfrau Petra von Kant. Doch auch in ihrem Schatten leidet eine Liebende ...

 

Wohl hat sich die Stellung der Frau in der Gesellschaft seit Fassbinders Bühnenstück und Film von 1972 geändert, aber Fassbinder geht es nicht primär um Frauen oder Männer, sondern um die Frage, wie man lieben kann, ohne Besitz vom anderen zu ergreifen, wie Selbstverwirklichung und Liebesbedürfnis vereinbar sind.

 

Laura Tetzlaff, 1981 geboren, begann ihre Theatertätigkeit 2001 am FFT in Düsseldorf, wo sie u.a. bei Volker Lösch und dem Festival Theater der Welt 2002 assistierte. Während ihres Studiums der Theaterwissenschaft, Literatur- und Medienwissenschaften in Leipzig (2002-2008) arbeitete sie am HAU Berlin mit Hans-Werner Kroesinger und am Schauspiel Hannover. Seit der Spielzeit 2008/09 ist sie als Regieassistentin am Schauspiel Stuttgart engagiert. 2009 inszenierte sie am FFT im Rahmen des Festivals "Wir sehen uns morgen wieder". "Die bitteren Tränen ..." ist ihr Regiedebüt am Schauspiel Stuttgart.

 

Regie: Laura Tetzlaff, Bühne und Kostüme: Gwendolyn Bahr, Musik: Murat Parlak, Dramaturgie: Kekke Schmidt

 

Mit: Silja Bächli (Marlene, ihre Bedienstete), Anne Cathrin Buhtz (Sidonie von Grasenabb, ihre Freundin), Hanna Franck (Gabriele von Kant, ihre Tochter), Gabriele Hintermaier (Valerie von Kant, ihre Mutter), Marietta Meguid (Petra von Kant), Sarah Sophia Meyer (Karin, ihre Liebe)

 

Vorstellungen nur bis 3. April 2011

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑