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schauspielhannover: "A Clockwork Orange" von Anthony Burgess

Für alle ab 15, Premiere am 28. März um 19.30 im Ballhof zwei

 

Alex ist fünfzehn Jahre alt und aus gutem Haus. Er liebt klassische Musik,

sein Lieblingsstück ist Beethovens Neunte Symphonie.

 

Die Nächte aber verbringt er mit einer ganz anderen Lieblingsbeschäftigung: Jeden Abend trifft er sich als Anführer einer Gang mit seinen Droogs, seinen

gleichgesinnten Freunden, in der Korova Milchbar. Ihr Lieblingsgetränk ist

Milch-Plus, „Milch plus ’nem Schuss von noch was drinnen, wogegen es so

schnell noch kein Gesetz gibt“. Danach begibt sich die Gang auf die Suche

nach dem absoluten Kick, angesagt sind Schlägereien, Raub und noch viel

Schlimmeres. Bei einem ihrer nächtlichen Raubzüge wird Alex von der Polizei

dingfest gemacht und wegen Vergewaltigung und Mordes inhaftiert. Nach zwei

Jahren Haft in der Strafanstalt unterzieht sich Alex freiwillig einer neuen

Behandlungsmethode für Schwerverbrecher, der Ludovico-Methode. In diesem

gewagten Experiment wird er einer Gehirnwäsche unterzogen, die ihn nur noch

Gutes tun lässt, aber gleichzeitig völlig willenlos wie eine Maschine macht.

Als perfekter Mensch wird Alex vermeintlich geheilt in die Freiheit

entlassen, die Verantwortlichen jubeln und Verbrechen kann als Krankheit in

Serie behandelt werden.

 

Der Roman „A Clockwork Orange“ machte 1962 Anthony Burgess schlagartig

berühmt und ist spätestens seit der Verfilmung durch Stanley Kubrick im

Jahre 1971 Kult. Anthony Burgess stellt hier die Frage, ob es besser ist, den Menschen zum Wohle der Gesellschaft zum Gutsein zu konditionieren oder ihm die Willensfreiheit zu lassen, böse zu sein – ein essentieller Diskurs über

Gewalt und das Böse im Menschen.

 

Nach „Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson ...“ stellt Heidelinde Leutgöb,

Leiterin des jungen schauspielhannover, mit „A Clockwork Orange“ ihre zweite

Inszenierung am jungen schauspielhannover vor.

 

Mit Esther-Maria Barth, Sabine Ehlers, Thomas Jansen, Christian Lemperle,

Sven Mattke, Harald Schandry u. a.

 

Regie Heidelinde Leutgöb

Bühne und Kostüme Renate Schuler

Choreografie Otto Pichler

Musik Franz Flieger Stoegner

Dramaturgie Sonja Fröhlich

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Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



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