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SCHAUSPIELHAUS GRAZ: DON CARLOS von Friedrich Schiller

Premiere am 17. Dezember 2011 um 19.30 Uhr, Hauptbühne. -----

In Flandern lodert Widerstand. Die Provinz fordert Unabhängigkeit von Spanien, doch ihr Ruf nach Freiheit führt zu noch größerer Unterdrückung. Philipp II., Herrscher über das Heilige Römische Reich, sucht seine Weltmacht mit aller Konsequenz zusammenzuhalten.

 

Philipp kennt den Preis der Macht, den er als Oberster eines Imperiums zahlt: die Einsamkeit des Herrschers, der sich auf keinen Berater stützen kann. Er braucht in dieser gefährlichen Situation einen Menschen, der ihm die Wahrheit sagt und trifft ihn im Marquis von Posa, dem engstem Freund seines Sohnes Carlos. Dessen Ambition – als Hauptverantwortlicher ins Krisengebiet entsandt zu werden – hat Philipp schroff zurückgewiesen: zu schwach, zu undiszipliniert ist sein Sohn fürs politische Geschäft. Posa hingegen vermag den Herrscher zu beeindrucken, durch rhetorische Brillanz und Mut zur Konfrontation, mit Thesen über ein freies Weltbürgertum. Er wird Philipps Vertrauter und setzt, berauscht von der neuen Macht, alles aufs Spiel.

 

Don Carlos wurde 1787 in Hamburg uraufgeführt. Zwei Jahre vor Gründung der französischen Nationalversammlung erklärte der junge Dramatiker Schiller auf der Theaterbühne die Menschenrechte – und zugleich seine Skepsis ob ihrer Realisierbarkeit. Zu sehr ringt das Private mit dem Politischen und der aufgeklärte, mündige Mensch bleibt Opfer seiner Affekte.

 

Friedrich Schiller

1759 – 1805, studierte Jura und Medizin. Ab 1783 war er im Mannheimer Theater angestellt und verfasste den Artikel Die Schaubühne als moralische Anstalt betrachtet. Don Carlos entstand in seiner mittleren Schaffensphase. Historische Abhandlungen: u. a. Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der Spanischen Regierung und Geschichte des Dreißigjährigen Krieges.

 

Ingo Berk

Geboren in Mainz, Regieassistent am Schauspielhaus Zürich unter Christoph Marthaler, dort erste eigene Regiearbeiten. Er inszenierte u. a. am Schauspiel Bonn, schauspielhannover, Hans-Otto-Theater Potsdam, Volkstheater Wien und an der Schaubühne Berlin. Letzte Arbeiten in Graz: Radetzkymarsch, Die Glut, Onkel Wanja und Peer Gynt. In dieser Spielzeit inszenierte er bereits Arno Geigers Bestseller-Roman Der alte König in seinem Exil als szenische Lesung mit Otto David und Claudius Körber auf der Ebene 3.

 

Inszenierung Ingo Berk

Bühne Damian Hitz

Kostüme Eva Krämer

Musik Patrik Zeller

Dramaturgie Christian Mayer

 

Mit Maximilian Achatz, Gerhard Balluch, Otto David, Alexander Knaipp, Claudius Körber, Sophie Hottinger, Gerti Pall, Franz Solar, Birgit Stöger, Stefan Suske, Leon Ullrich

 

Weitere Vorstellungen am 21. und 28. Dezember, am 17., 19. und 21. Jänner 2012, jeweils 19.30 Uhr, sowie ab Februar.

 

Tickets

T 0316 8000, F 0316 8008-1565 - E tickets@buehnen-graz.com

I www.schauspielhaus-graz.com

 

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