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SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: EINE NICHT UMERZIEHBARE FRAU, Theater-Monolog über Anna Politkowskaja von Stefano Massini im Theater BernSCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: EINE NICHT UMERZIEHBARE FRAU, Theater-Monolog über...SCHWEIZER...

SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: EINE NICHT UMERZIEHBARE FRAU, Theater-Monolog über Anna Politkowskaja von Stefano Massini im Theater Bern

Premiere Mittwoch, 07. Januar 2017, 19:30 Uhr, Vidmar 2. -----

Die amerikanisch-russische Journalistin Anna Politkowskaja war eine der furchtlosesten Reporterinnen und Menschenrechtsaktivistinnen Russlands. Als Kriegsberichterstatterin in Tschetschenien brachte sie durch ihre Reportagen über Verbrechen der russischen Armee, Korruption, Folter und paramilitärische

Kriegsführung die russische Regierung gegen sich auf, wurde zur «Feindin des russischen Volkes» und nach mehreren Morddrohungen am 7. Oktober 2006 im Treppenhaus ihrer Moskauer Wohnung umgebracht – am Geburtstag des russischen Präsidenten Putin.

2015 starben nach Angabe von «Reporter ohne Grenzen» weltweit 68 Journalistinnen und Journalisten in Ausübung ihres Berufes, 54 weitere galten zum Ende des Jahres als entführt. Täglich begeben sich Journalisten in grösste Gefahr, um die Weltöffentlichkeit über bestehendes Unrecht aufzuklären.

 

Ihnen ist dieser Monolog einer Frau gewidmet, die bis zur letzten Konsequenz gegen das Unrecht gesprochen und geschrieben hat.

 

Fast auf den Tag zehn Jahre nach ihrer Ermordung präsentiert das Theater Bern die Schweizer Erstaufführung des Theater-Memorandums über diese furchtlose Frau. Der Monolog spiegelt Politkowskajas Kampf gegen staatliche Willkür, ihre Zweifel und die Gewissheit, dass «die Propaganda gegen den Staat bestraft wird. Mit dem Tod. Punkt.»

 

Stefano Massini ist einer der wichtigsten Stimmen des neuen italienischen Theaters. Sein Stück Lehman Brothers erregte europaweit Aufsehen.

 

Regisseurin Jennifer Whigham studierte Literaturwissenschaften in Bonn und Málaga. Sie arbeitete als Regieassistentin am Theater Bonn sowie für die Biennale Bonn New York (2004) und Indien (2006). Ihr Regiedebüt gab sie mit der Uraufführung von Neil LaButes Helter Skelter. Es folgten u.a. die Uraufführung Der große Krieg von Neil LaBute, Yasmina Rezas Der Gott des Gemetzels, Bennbar über den Dichter Gottfried Benn und Waisen von Dennis Kelly. Am Theater Dortmund inszenierte sie zudem die deutschsprachige Erstaufführung von Mike Daisys Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs sowie Männerhort von Kristof Magnusson. Ab 2008 folgten Arbeiten für die Duisburger Akzente. Für diese Projekte realisierte sie u.a. Das Mädchen aus der Streichholzfabrik nach dem Film von Aki Kaurismäki, Die Entdeckung der Langsamkeit nach Sten Nadolnys gleichnamigem Roman und Tuvalu nach dem Stummfilm von Veit Helmer, entwickelte sie´jeweils auch Konzept und Textfassung. Whigham übersetzt Stücke aus dem Englischen ins Deutsche und umgekehrt, u.a. Stücke von Neil LaBute für den Rowohlt Theaterverlag, den Pegasus Theater- und Medienverlag und den Stückemarkt des Berliner Theatertreffens. In der Spielzeit 2015.2016 inszenierte sie am Konzert Theater Bern Das Tagebuch

der Anne Frank.

 

Regie Jennifer Whigham –

Bühne Janine Fischer –

Kostüme Milena Hermes –

Dramaturgie Michael Gmaj –

 

Mit Kornelia Lüdorff

 

Weitere Termine

 

Mo, 09. Jan 2017, 14:00

Mo, 23. Jan 2017, 14:00

Di, 24. Jan 2017, 14:00

Di, 24. Jan 2017, 19:30

Mo, 13. Feb 2017, 14:00

Di, 14. Feb 2017, 14:00

Mi, 15. Feb 2017, 14:00

 

 

 

 

 

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