Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
SEIN BILDNIS WUNDERSELIG - Clara Schumann und die Erinnerung von Nina Omilian, Renaissance-Theater Berlin SEIN BILDNIS WUNDERSELIG - Clara Schumann und die Erinnerung von Nina...SEIN BILDNIS WUNDERSELIG...

SEIN BILDNIS WUNDERSELIG - Clara Schumann und die Erinnerung von Nina Omilian, Renaissance-Theater Berlin

Premiere 23.03. 20:00 Uhr, Bruckner Foyer

 

Wir treffen Clara Schumann in einer Situation des inneren wie äußeren Aufbruchs. Schon ihr erster Satz: "Nun fängt ein ganz neues Leben an." verbindet Hoffnung mit Wehmut, mit ihm soll ein Traum Wirklichkeit werden.

Umzugsvorbereitungen bringen in Clara eine Lawine ins Rollen. Sie durchlebt Vergangenes neu, versucht Geschehenes einzuordnen stets begleitet von der Musik ihres Ehemannes Robert. Seine Lieder bringen Saiten in ihr zum Schwingen, lösen "die Erinnerung" aus.

 

In diesem Fall eine besonders penetrante, und es scheint, also ob die Muse Calliope, von Hause aus zuständig für schönen Gesang und heldenhafte Poesie, von ihrer Mutter, der Erinnerung selbst, beauftragt worden wäre, das Andenken Robert Schumanns zu bewahren. Und zwar so schillernd wie möglich: Ohne Rücksicht auf Realitäten malt sie - auch mit Hilfe von Roberts op. 42 "Frauenliebe und -leben" - ein verklärtes Bild des Komponisten. Sie möchte sein Bildnis, von dem Clara sich eigentlich gerne distanzieren will, in Claras Umzugsgepäck schmuggeln. Doch Clara ist nicht in der Stimmung für Halbwahrheiten. Für sie ist es Zeit auszusortieren, Ballast abzuwerfen, ihr eigenes Bild von Robert zu finden. Und von sich.

 

Tonangebend, gleichsam stimmungsweisend werden die beiden Figuren von Roberts Musik geführt. "Sein Bildnis wunderselig" ist vielmehr ein innerer Dialog Clara Schumanns mit sich selbst bzw. mit ihrer Erinnerung als ein reiner Liederabend. Aus diesem Grund wird von einer Programmabfolge im herkömmlichen Sinne abgesehen. "Prima le parole, poi la musica" heißt mithin auch das Motto: Einige Lieder werden nur angespielt, andere abgebrochen, ganz wie es Clara in den Sinn kommt. Die von Marian Lux komponierte bzw. arrangierte Szenenmusik folgt stets Schumannschem Vorbild und wirkt als dramaturgisches Element.

 

2010, zur Feier des 200. Geburtstags Robert Schumanns, der am 8. Juni 1810 in Zwickau zur Welt gekommen ist, wird weltweit ein besonderer Fokus auf den Komponisten und seine Musik gerichtet.

Mit „Sein Bildnis Wunderselig“ würdigt das Renaissance-Theater Berlin diesen großartigen Künstler.

 

mit

Nadine Schori, Esther Puzak/ Nina Omilian

 

Regie Nadine Schori

Musik Marian Lux (Klavier)

 

Bei den Veranstaltungen im Bruckner-Foyer können Sie Ihre Plätze frei wählen:

Rechtzeitiges Erscheinen sicher Ihnen die besten Plätze.

Das Getränkebuffet ist vor der Vorstellung und in der Pause geöffnet.

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑