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Shakespeares „König Lear“ im Theater Heilbronn

Premiere am 17. Mai 2014, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

König Lear will die Regierungsgeschäfte niederlegen und das Reich unter seinen drei Töchtern aufteilen. Die beiden älteren Töchter Goneril und Regan wollen sich mit ihren Liebesbekundungen die Gunst des Vaters erschmeicheln. Cordelia, die Jüngste kann sich, obwohl sie ihren Vater sehr liebt, nicht zu einem Lippenbekenntnis durchringen und sagt nichts.

Darüber gerät Lear so in Wut, dass er Cordelia verstößt und ihr die Mitgift nimmt. Goneril und Regan erhalten je die Hälfte des Reiches unter der Bedingung, dass sie für ihren Vater sorgen und ihn samt seiner 100köpfigen Ritterschar, auf die er besteht, abwechselnd bei sich aufnehmen …

 

Zur gleichen Zeit verstößt ein anderer Vater eines seiner Kinder: Graf Gloucester, ein Vertrauter des Königs, hat zwei Söhne, den ehelich geborenen Edgar und den unehelich gezeugten Edmund. Da Edmund möglichst schnell an den gesamten Besitz und den Titel des Grafen herankommen will, bezichtigt er seinen Halbbruder, am Sturz des Vaters zu arbeiten. Edgar bleibt nichts anderes übrig, als zu fliehen und die Identität eines verrückten Bettlers anzunehmen.

 

Unterwegs trifft er auf König Lear, der zusammen mit einem Narren durch die Gegend irrt. Denn seine älteren Töchter haben sich, kaum im Besitz der Macht, nicht an ihre Versprechen gehalten. Verbittert und dem Wahnsinn nahe, muss Lear erkennen, wie verblendet er war.

 

„König Lear“ gilt als Shakespeares gewaltigstes und abgründigstes Drama. 1604/05 schrieb er es nach der der alten britischen Sage vom König Leir und seinen drei Töchtern, in der sich allerdings ̶ im Gegenteil zu seinem Stück ̶̶ die Handlung zumindest für die Titelfigur zum Guten wendet. „Shakespeare macht den Stoff schlimmer und dadurch wahrer“, sagt Regisseurin Johanna Schall. Sein Entwurf von dieser aus den Fugen geratenen Welt, in der Misstrauen, Neid, Verrat und Machtgier regieren, sei überaus modern. Sie hat sich für die Übersetzung von Frank Günthe rund eine straffe Fassung entschieden.

 

Regie: Johanna Schall

Bühne: Horst Vogelgesang

Kostüme: Jenny Schall

Dramaturgie: Andreas Frane

Kampf-Choreografie: Axel Hambach

 

Mit: Sylvia Bretschneider (Regan) , Judith Lilly Raab (Goneril), Luise Schubert (Cordelia), Sabine Unger (Gräfin von Kent)

 

Stefan Eichberg (Lear), Joachim Foerster (Edgar), Gabriel Kemmether (Narr), Frank Lienert-Mondanelli (Graf von Gloucester), Fabian Schiffkorn (Herzog von Albany), Guido Schikore (Oswald), Tobias D. Weber (Herzog von Cornwall), Sebastian Weiss (Edmund)

 

Nächste Spieltermine: Di. 27.05. 19.30 Uhr, Mi. 28.05. 19.30 Uhr, Fr. 30.05. 19.30 Uhr, Mi. 11.06. 19.30 Uhr, Sa. 14.06. 19.30 Uhr, Fr. 20.06. 19.30 Uhr, Sa. 21.06. 19.30 Uhr, Do. 03.07. 19.30 Uhr, Di. 08.07. 19.30 Uhr, Fr. 18.07. 19.30 Uhr, So. 20.07. 19.30 Uhr , Mi. 23.07. 19.30 Uhr, Do. 24.07. 19.30 Uhr

 

 

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