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"Siegfried" von Richard Wagner - ZWEITER TAG DES BÜHNENFESTSPIELS - Nationaltheater Mannheim

Premiere am 1. Dezember 2012, 17.00 Uhr, Opernhaus. -----

Siegmunds und Sieglindes Sohn Siegfried wird von Alberichs Bruder Mime aufgezogen. Er erzählt Siegfried, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben sei. Mime hofft, dass Siegfried Fafner töten wird, der in Drachengestalt den Nibelungenhort, die Tarnkappe und den Ring bewacht, und ihm so die Macht des Rings verschafft.

 

Er vermag es allerdings nicht, für Siegfried aus den Stücken von Siegmunds Schwert Nothung eine neue Waffe zu schmieden. Siegfried selbst gelingt es, weil er nicht versucht, die alten Teile zusammenzuschweißen, sondern sie einschmilzt und ein neues Schwert gießt. Er erschlägt den Drachen und Mime, der ihm nach dem Leben trachtet, und zerstört Wotans Speer. Als »furchtloser Held«, unabhängig, gewaltbereit und naiv zugleich, erweckt er die schlafende Brünnhilde und lernt mit der Liebe das Fürchten.

 

Wagner hatte den dritten Teil seiner Nibelungen-Tetralogie als »heroisches Lustspiel« über den jungen Siegfried konzipiert und ihn der Heldenoper Siegfrieds Tod (der späteren Götterdämmerung) vorangestellt. Die Komposition des Siegfried indes zeichnet eine entstehungsgeschichtliche und musikalische Zäsur, die den ganzen Zyklus betrifft. Sie wurde 1857 bis 1864 für sieben Jahre unterbrochen, und neben dem biografischen Wandel des Komponisten vom exilierten Revolutionär zum Günstling des bayerischen Königs ist ihr die Entstehung zweier weiterer Werke eingeschrieben: Wagner komponierte während dieser Unterbrechung Tristan und Isolde und Die Meistersinger von Nürnberg, deren musikalische Entwicklungen auch in die weitere Komposition der Tetralogie Eingang fanden.

 

Der Schwerpunkt in der Oper liegt in der aktuellen Spielzeit 2012/2013 auf dem Neuen Mannheimer Ring, der zu Richard Wagners 200. Geburtstag fertig gestellt sein wird. Der Neue Mannheimer Ring entsteht in einem künstlerischen Prozess, in dem der Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner und Maler Achim Freyer die korrespondierenden szenischen Antworten auf das Werk Wagners sucht. In seiner eindringlichen Bildsprache schafft Freyer Raum für eine einzigartige Verknüpfung von Musik und Bühne, womit ein Gesamtkunstwerk entsteht, wie es Wagner in seinen Schriften immer wieder gefordert hat. Mit Das Rheingold und Die Walküre hat das NTM in der vergangenen Spielzeit die Tetralogie begonnen. Am 1. Dezember feiert Siegfried Premiere im Opernhaus, bevor am 22. März 2013 der Ring mit Götterdämmerung seinen Abschluss findet.

 

Musikalische Leitung: Dan Ettinger -

Inszenierung/Bühne/Kostüm: Achim Freyer -

Mitarbeit Regie: Sebastian Bauer / Tilman Hecker -

Mitarbeit Bühne und Kostüme: Petra Weikert –

Dramaturgie: Tilman Hecker / Klaus-Peter Kehr

 

mit Judith Németh (Brünnhilde) - Edna Prochnik (Erda) - Antje Bitterlich / Katharina Göres (Waldvogel) - Jürgen Müller (Siegfried) - Uwe Eikötter (Mime) - Jürgen Linn (Alberich) - Sung-Heon Ha (Fafner) - Thomas Jesatko / Karsten Mewes (Wanderer)

 

B-Premiere am 9. Dezember um 17.00 Uhr im Opernhaus

 

Zyklische Aufführungen des Ring des Nibelungen:

22. Mai, 25. Mai, 31. Mai, 2. Juni 2013

7. Juni, 8. Juni, 14. Juni, 16. Juni 2013

28. Juni, 30. Juni, 4. Juli, 7. Juli 2013

 

www.nationaltheater-mannheim.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150

 

 

 

 

 

 

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