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Sprachbewahrerpreis 2007 an Bernhard Stengele

Seit 2005 vergibt die Regionalgruppe 97 des Vereins Deutsche Sprache einen regionalen Sprachbewahrerpreis. Dies geschieht in Anlehnung an den jährlich in Kassel vergebenen Jacob-Grimm-Preis des Hauptvereins. Den Sprachbewahrerpreis 2007 erhält der Schauspieldirektor des Mainfranken Theaters Würzburg Bernhard Stengele.

Bernhard Stengele

Geboren in Wangen im Allgäu

Er studierte bei Beatrice Camargo in Düsseldorf das Körperalphabet von Jerzy Grotowksi, balinesisches Maskenspiel und rituelles Theater. Dann folgte er einer Einladung nach Paris, wo er bei Monika Pagneux und Philipp Gaullier lernte, was in England und Frankreich als physical theatre movement bekannt wurde. Dort traf er auch auf eines seiner großen Vorbilder Peter Brook.

 

Zurück in Deutschland spielte er für Kinder und Jugendliche und sammelte erste Regieerfahrungen. Gastspiele führten ihn nach Leipzig, Leningrad und Moskau. Er arbeitete als Sprecher für Rias Berlin, später für Arte und erweiterte seinen Horizont beim Tanztheater Skoronel.

 

Als Schauspieler kam er 1992 als festes Ensemblemitglied ans Stadttheater Konstanz. Legendär ist sein Black Rider von Robert Wilson und das Kultstück Kunst von Yasmina Reza, das er mit seinen Kollegen Bernd Braun und Thomas Kügel über 100 Mal in Konstanz aufführte. Als nächste Station folgte 1996 das saarländische Staatstheater in Saarbrücken, wo er unter anderem als Baal und Mercutio zu sehen war. Für die Interpretation des Macbeth erhielt er dort den Darstellerpreis der Sponsoren und nahm seine Regiearbeit wieder auf. Mit Warten auf Godot wurde seine erste Regieproduktion nach Georgien eingeladen. Intendantin Dagmar Schlingmann holte ihn 1999 wieder nach Konstanz, wo er unter anderem "Struwwelpeter", Was der Butler sah", "Hamlet", "Romeo und Julia", "Indien" und "Cyrano" inszenierte und in der "Orestie", "Lola Blau", den "Sommergästen" und "Effi Briest" selbst auf der Bühne stand.

 

Einer von Kind an gehegten Leidenschaft für Gedichte und Lieder folgte er mit der Realisierung zweier Balladenprogramme "Sie haben nämlich Entenfüße"

(www.entenfuesse.de) und "Hinter tausend Stäben" (www.tausend-staebe.de) die beide auch als CD vorliegen.

 

Seit der Spielzeit 2004/2005 ist er Schauspieldirektor am Mainfranken Theater Würzburg und führte dort Regie in Schillers „Wilhelm Tell“, Becketts „Endspiel“ und Marivauxs „Triumph der Liebe“. Im Mai 2005 inszenierte er mit Thilo Refferts „Riesending von Pringewitz“ seine erste Uraufführung am Saarländischen Staatstheater.

 

In der Spielzeit 05/06 stand er als König Ödipus in Sophokles "Ödipus, Tyrann" (Regie: Stephan Suschke) selbst als Schauspieler auf der Bühne und führte Regie in "Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach und in Sarah Kanes "4.48 Psychose". Ferner war er Mitautor und Regisseur in der POPerette "Singles. In der vergangenen Spielzeit führte er in den Produktionen "Nora oder ein Puppenheim" von Henrik Ibsen, dem Weihnachtsmärchen "Die Zaubertrommel" von Johnny Lamprecht und in Goldonis Komödie "Diener zweier Herren" Regie. Ferner stand er im Lyrikprogramm "Das Zwischenstück mit dem Feigenblatt" neben Anne Simmering und Paul Amrod in den

Kamamerspielen erfolgreich auf der Bühne.

 

In dieser Spielzeit eröffnete er als Regisseur mit Büchners "Dantons Tod" .

Als Gastregisseur wird er für das Saarländische Staatstheater Saarbrücken "Die

Zaubertrommel" als Weihnachtsmärchen 2007 inszenieren (Premiere: 4.11.2007) Ab dem 13. Januar 08 wird er mit "Deutschland. Ein Wintermärchen" in seiner Hommage an seinen Lieblingsdichter Heinrich Heine in den Kammerspielen wieder selbst auf der Bühne stehen.

Ferner wird er im Diplomstück der beiden Schauspieleleven, Neil LaButes "Maß der Dinge", Regie führen (Premiere: 5.4.08)

Mit Mozarts "Cosi´ fan tutte" (Premiere: 31.5.08) folgt im Rahmen des Mozartfestes 2008 sein Regiedebüt im Opernfach.

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