Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Staatstheater Cottbus: "Antigone Neuropa", Performance von Filip Markiewicz und Ruth Heynen, jetzt als Stream verfügbar Staatstheater Cottbus: "Antigone Neuropa", Performance von Filip Markiewicz...Staatstheater Cottbus:...

Staatstheater Cottbus: "Antigone Neuropa", Performance von Filip Markiewicz und Ruth Heynen, jetzt als Stream verfügbar

Ab 26.3.2021, 19.30 Uhr, auf der Webseite des Staatstheaters Cottbus sowie auf der Webseite des Kooperationspartners Lausitz Festival

Das Staatstheater Cottbus zeigt erstmals eine vollständige Inszenierung als Stream: Die Uraufführung „Antigone Neuropa“ des polnisch-luxemburgischen Regisseurs Filip Markiewicz und der Schauspieldirektorin des Staatstheaters, Ruth Heynen, feierte in Kooperation mit dem Lausitz Festival vergangenes Jahr am Tag der Deutschen Einheit im Hangar 5 auf dem Flugplatz Cottbus Premiere.

 

Nach zwei ausverkauften Vorstellungen ist die Aufzeichnung der Performance kostenfrei als Stream auf dem YouTube-Kanal und auf der Webseite des Staatstheaters Cottbus sowie auf der Webseite des Kooperationspartners Lausitz Festival abrufbar. ­–
 
Schauspiel, Tanz, Musik, Gesang und Videokunst legen sich in „Antigone Neuropa“ in mehreren Schichten übereinander und verschmelzen so zu einer sinnlichen Performance. Es entsteht eine elektrisierende Mischung, wie es sie in Cottbus so noch nicht gegeben hat. Das Schauspielensemble des Staatstheaters Cottbus und internationale Gäste aus Frankreich (Claude Bardouil), Italien (Rita Cioffi) und England (Jeremiah Olusola) erschaffen mit N.U. Unruh (Einstürzende Neubauten) und Lars Neugebauer („Black Friday“) ein Crossover verschiedenster Künste, dessen surrender Sound nicht mehr aus dem Kopf geht.

Neuropa – wie Europa? „Antigone Neuropa“ versteht die deutsch-deutsche Beziehung als eine Begegnung mit Europa. Seit 1990 ist die vielbeschworene Einheit im wiedervereinten Deutschland immer wieder Thema. Auf dieses Deutschland schaut die Inszenierung und weitet den Blick dabei auf unser europäisches Erbe aus. Wie können sich die unterschiedlichen Erfahrungen miteinander verbinden? Was entsteht daraus?

„Stellt euch vor, dass sich Sprachen und Nationen verschieben, um den Migrationen menschlicher Körper Rechnung zu tragen. Stellt euch einen menschlichen Körper vor, der sich der Natur nicht überlegen fühlt“, fordert Filip Markiewicz in seinem Manifest zur „Depolitisierung des Körpers“, das von John Lennons „Imagine“ inspiriert ist, zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und (Um-)Welt auf. Schon in Sophokles‘ „Antigone“ wird die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen für die Gemeinschaft (und umgekehrt) gestellt. Wo Antigone spricht, verhandelt sie den Raum zwischen Individuum und Staat, zwischen Männlichem und Weiblichen sowie zwischen Tradition und Neuerung. In der Performance kommen nicht nur Klassiker wie Sophokles, sondern auch Texte von Seamus Heaney, Judith Butler, Hannah Arendt, Luce Irigaray, Slavoj Žižek und des Regisseurs selbst zu Wort.

www.staatstheater-cottbus.de
www.youtube.com/staatstheatercottbus
www.lausitz-festival.eu

In Kooperation mit:
Lausitz Festival
Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH

Gefördert von:
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Sächsisches Staatsministerium für Kultus

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑