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Stadttheater Bern: "L’ Amour des trois Oranges" von Sergej Prokofjew

Premiere Sa., 6. November 2010, 19.30 Uhr

 

1921 kam in Chicago in französischer Sprache die ebenso provokative wie ironische Auseinandersetzung mit der Theaterform Oper von Sergej Prokofjew zur Uraufführung, die sich bis heute ungebrochener Beliebtheit bei Theatermachern und –besuchern erfreut:

das Lustspiel Die Liebe zu den drei Orangen. Prokofjew, der sich mit dem Hinweis, "nur ein amüsantes Werk" geschrieben zu haben, gegen jegliche Interpretationsversuche wehrte, ist mit der Komposition eine theatralisch treffend differenzierte, gestisch vitale Musik gelungen, die mitreißende Verse besitzt, witzig und skurril ist.

 

Das – boshaft benannte – Personal des Prologs führt eine ästhetische Debatte über das Theater. Tragiker, Komiker, Lyriker und Hohlköpfe streiten darüber, was dem Publikumsgeschmack Rechnung trägt. Dann kündigen die Ridicules, die «Lächerlichen», ein neues Stück an, das für jeden etwas bieten soll: «Die Liebe zu den drei Orangen». Zur Sicherheit behält man sich vor, die Handlung zu verändern, wenn sie nicht nach Wunsch verlaufen sollte.

 

Der in Melancholie versunkene Prinz soll zum Lachen gebracht werden, um als

Thronfolger wieder tauglich zu sein. Doch die böse Zauberin Fata Morgana will dies um jeden Preis verhindern. Sie verflucht ihn, sein Leben damit zu verbringen, drei Orangen zu lieben. Die Früchte seiner Sehnsucht, kaum einer blutrünstigen Köchin entwendet, verwandeln sich in Prinzessinnen. Zwei von ihnen sterben sofort, nur die wunderschöne Ninette kann gerettet werden. Doch noch stehen vielfältige Turbulenzen und Intrigen dem glücklichen Ende entgegen.

 

Als absurde Mixtur aus Commedia dell’Arte, Märchen, Lyrischem Drama und

Possenspiel gerät die Oper zum Spektakel zwischen Liebesgeschichte, Intrige,

Zauberei und Moralstück, zusammengehalten durch die brillante Musik des 28-jährigen russischen Komponisten.

 

Musikalische Leitung Roland Kluttig

Inszenierung Marc Adam

Bühne Johannes Leiacker

Kostüme Eva Dessecker

Chor Tarmo Vaask

 

König Trèfle Armand Arapian

Der Prinz Niclas Oettermann

Prinzessin Clarice Claude Eichenberger

Léandre Robin Adams

Truffaldino Andries Cloete

Pantalon Gerardo Garciacano

Tchélio Milcho Borovinov

Fata Morgana Fabienne Jost

Linette Andrea Schwendener

Nicolette Yulia Petrachuk

Ninette Elisa Cenni

Die Köchin Carlos Esquivel

Farfarello Benoît Capt

Smeraldina Solenn' Lavanant-Linke

 

Chor des Stadttheaters Bern

Berner Symphonieorchester

 

Weitere Vorstellungen 13./20. November 2010, 2./11./14./17./21./31. Dezember 2010,

21./23. Januar 2011, 11./27. Februar 2011, Stadttheater Bern

 

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