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Stadttheater Bern: „Sennentuntschi“ von Hansjörg Schneider

Premiere Freitag, 18. Dezember, 19.30 Uhr, Vidmar:1

 

Dem Stück liegt eine Sage zugrunde, bei der eine Puppe sich für den sexuellen Missbrauch, der an ihr begangen wird, fürchterlich rächt.

 

 

Abseits der Zivilisation basteln drei Älpler eines Abends in trunkenem Zustand aus einer Flasche, einer Mistgabel und einem alten Mantel eine primitive Puppe, mit der sie allerlei obszöne Spässe treiben. Zur Freude der Männer verwandelt sich das Sennentuntschi jedoch in eine richtige Frau, die alles mitmacht, was man von ihr verlangt. Aber zunehmend spricht und agiert sie noch roher und unersättlicher als die drei Männer: Die sexuell Ausgebeutete wird zur Ausbeuterin.

 

Als der Alpabzug naht, wollen die Sennen das Tuntschi loswerden. Ein Ende mit Schrecken ist unausweichlich. „Sennentuntschi“, ein Drama zwischen Horrormärchen und Heimatstück, machte seinen Autor berühmt.

 

Nach der Uraufführung am Schauspielhaus Zürich 1972 und vor allem nach der Ausstrahlung im Schweizer Fernsehen 1981 hatte das Stück einen Skandal zur Folge, der die Öffentlichkeit lange beschäftigte.

 

Erstmals führt Elias Perrig, Schauspieldirektor am Theater Basel, am Stadttheater Bern Regie.

 

Inszenierung Elias Perrig

Bühne, Kostüme Beate Fassnacht

 

Benedikt, der Senn Stefano Wenk

Fridolin, der Zusenn Ernst C. Sigrist

Mani, der Bub Sebastian Edtbauer

Maria, das Sennentuntschi Milva Stark

 

Ort eine Sennhütte

Zeit irgendwann

 

 

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