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Stückentwicklung »Klang des Regens« von Caren Jeß am Staatstheater Augsburg

Premiere Sonntag, 6. Juni 2021 um 20 Uhr, brechtbühne im Gaswerk

Mit der Stückentwicklung »Klang des Regens« der mehrfach preisgekrönten Autorin Caren Jeß zeigt das Staatstheater Augsburg eine Inszenierung, die sich in Form eines generationenübergreifenden Gesprächs mit der deutschen Kolonialgeschichte in Namibia und ihren Folgen beschäftigt.

 

Copyright: Jan-Pieter Fuhr

Regie führt die Deutsch-Äthiopierin Miriam Ibrahim, deren Arbeit performativ das (Unaus-) Gesprochene des Genozids an den Herero und Nama auf emotionale wie kritische Weise beleuchtet. Begleitet wird die Premiere von einem umfassenden Rahmenprogramm, das in Kooperation mit dem Grandhotel Cosmopolis, Open Afro Aux und weiteren Augsburger Initiativen rund um die People of Color-Community entsteht. Karten für »Klang des Regens« sind ab sofort beim Besucherservice des Staatstheater Augsburg erhältlich.

Das künstlerische Team um Miriam Ibrahim beschäftigt sich für die Konzeptarbeit »Klang des Regens« bereits seit drei Jahren mit dem Thema des kollektiven und transgenerationalen Traumas durch rassistische Gewalt. Wie schreiben sich die schmerzhaften Erfahrungen unserer Vorfahren in unsere Körper und in unser Verhalten ein? Gemeinsam beschreitet das Team Wege des Erinnerns und Wiederfindens und wirft so Schlaglichter auf den Umgang mit Geschichte und Gegenwart. Die Auseinandersetzung mit dem Genozid in Namibia an den Herero und Nama durch die deutsche Kolonialmacht von 1904 bis 1908 steht dabei im Fokus der Stückentwicklung. Teil des Recherche-Prozesses war eine Reise nach Namibia, über die Regisseurin Miriam Ibrahim im Rahmen des Begleitprogramms zur Premiere berichten wird (Datum wird noch bekannt gegeben).

Die fiktiven Figuren des Stückes, eine schwarze Enkelin und ihre weiße Großmutter, werden von realen Erfahrungen der beiden Schauspielerinnen – die Augsburger Darstellerin Ute Fiedler sowie die Berliner Gast-Schauspielerin und BPoC-Aktivistin Maya Alban-Zapata – bereichert. Sie treten heraus aus ihren Rollen und kontextualisieren sich vor dem Hintergrund wechselhafter Video- und Bildmaterialien immer wieder neu. Der Umgang mit Erinnerung wird durch das Schweigen und Verdrängen auf der einen Seite, sowie durch das Sprechen- und Verstehen-Wollen auf der anderen Seite thematisiert. Die Figuren werfen so einen gleichermaßen persönlichen wie universellen Blick auf ein Thema, das weit über den Kosmos des Privaten hinausreicht.

Die Stückentwicklung ist Teil des Programms der interdisziplinären Plattform Plan A am Staatstheater Augsburg (https://staatstheater-augsburg.de/plan_a).

Nähere Informationen zum internationalen Produktionsteam sowie Links zu verschiedenen Recherche-Medien zum Thema sind unter staatstheater-augsburg.de/klang_des_regens erhältlich.

Alle Vorstellungen finden, angepasst an die jeweils aktuellen Maßgaben, in verringerter Sitzplatzanzahl und mit situationsgerechtem Abstands- und Hygienekonzept statt. Voraussetzung für den Besuch ist ein negativer Corona-Schnelltest (bei der derzeitigen 7-Tage-Inzidenz in Augsburg zwischen 50 und 100). Wer spätestens zwei Wochen vor Vorstellungsbesuch zum zweiten Mal gegen Covid-19 geimpft wurde bzw. genesen ist, kann statt eines Schnelltests die entsprechende Bescheinigung bei der Einlasskontrolle vorweisen. Auf unserer Startseite informieren wir tagesaktuell über die gültigen Regelungen, die kurzfristig, etwa bei Inzidenzänderung angepasst werden können.

Informationen zum Vorverkauf:

Tickets sind über den Spielplan auf der Internetseite www.staatstheater-augsburg.de/spielplan buchbar. Alternativ via Mail: tickets@staatstheater-augsburg.de oder telefonisch unter (0821) 324-4900 (Mo – Fr, 9 – 17:30 Uhr / Sa, 10 – 17 Uhr). Der Besucherservice am Rathausplatz ist derzeit Corona-bedingt geschlossen.

 

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