Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
SÜCHTIG. RELATIV KOMISCHER STOFF von Mark Lundholm mit Karl Maslo im Theater Tiefrot, KölnSÜCHTIG. RELATIV KOMISCHER STOFF von Mark Lundholm mit Karl Maslo im Theater...SÜCHTIG. RELATIV...

SÜCHTIG. RELATIV KOMISCHER STOFF von Mark Lundholm mit Karl Maslo im Theater Tiefrot, Köln

PREMIERE: Mittwoch, 17. März und 18./19. März jeweils 20.30 Uhr

 

Der Schauspieler Karl Maslo spielt, was er ist: SÜCHTIG – ohne erhobenen Zeigefinger oder moralische Parolen, nicht Mitleid heischend, sondern offen und ehrlich zeigt SÜCHTIG die Grausamkeit von Sucht und ist dabei grausam komisch.

SÜCHTIG ist Comedy, rabenschwarze Comedy, die unter die Haut geht.

Der amerikanische Autor Mark Lundholm ist selbst süchtig. In der Therapie entdeckte er sein komisches Talent und packt seitdem seine grausamen Wahrheiten in knallharte Comedy. „Manchmal muss man eben Witze machen, weil alles andere zu sehr weh tut.“ wurde zu seinem Überlebensmotto.

 

Karl Maslo erzählt in SÜCHTIG ebenso ironisch wie schonungslos vom Ringen einer multiplen Suchtpersönlichkeit ums Überleben, vom Hunger nach Leben, der mit Alkohol und Drogen nicht zu stillen ist, von absurder Selbstüberschätzung und grandiosem Versagen, von der Qual, sich selbst nicht Freund sein zu können und der Flucht vor sich selbst, von aberwitzigen Zwängen und all den grotesken Wirbeln im Kopf eines Süchtigen, vom

Abstürzen und Aufstehen und wieder Fallen.

 

SÜCHTIG ist ein gelöst-schnoddriger Rückblick in den Abgrund unkontrollierter Gier, ohne dabei seine tragische Substanz zu verlieren. SÜCHTIG ist authentisch, drastisch und dabei urkomisch.

 

Karl Maslo spielt mit expressiver Wucht und schamlosem Witz, mal krakeelend, mal ganz leise, mit unverschämtem Lachen, feiner Ironie und immer im flapsigen Dialog mit den Zuschauern. Das Publikum kennt Karl Maslo noch aus den 80er und 90er Jahren, in denen er auf großen deutschen Bühnen gespielt (Thalia-Theater, Kammerspiele, Theater im Zimmer in Hamburg, Schillertheater Berlin u.a.) und mit renommierten Film- und Fernsehregisseuren (u.a. Peer Berglund, Claude Chabrol, Dominik Graf) gedreht hat. 1981 lernte er den Regisseur Christoph Roethel kennen, mit dem er den provokativen Sucht-Monolog überarbeitet und ihm eindeutig autobiographische Züge gegeben hat.

 

Karl Maslo ist seit mehr als 30 Jahren mehrfach süchtig und seit sechs Jahren clean. 1980 erster Alkoholentzug, Rückfall noch in der Klinik. Andere Drogen folgten (Kokain, Heroin, Crack). Er brauchte 14 Entgiftungen und vier Therapien um clean zu werden. Seit vier Jahren spielt Karl Maslo SÜCHTIG mit großem Erfolg an Theatern, in Therapieeinrichtungen, Schulen und Gefängnissen in ganz Deutschland um über Sucht aufzuklären, Mut zu machen und, wie er sagt „um der Gesellschaft ein wenig von dem zurück zu geben, was sie für mich getan hat“.

 

Ausschnitte: www.youtube.com/watch

 

mit Karl Maslo

Regie: Christoph Roethel

ein Solo-Stück des amerikanischen Autors Mark Lundholm

Originaltitel: „Addicted. A Comedy of Substance“

Deutsche Fassung: Andreas Wilde

Bearbeitet von: Christoph Roethel und Karl Maslo

eine Produktion der arena Berlin / The Mogul

 

Kartenvorbestellung:

0221- 46 00 911

info@theater-tiefrot.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑