Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Tangente - das Theater- und Musikfestival der Comoedia Mundi in Frankfurt vom 5.Mai bis 8. Juni 2011, Theaterzelt am MuseumsuferTangente - das Theater- und Musikfestival der Comoedia Mundi in Frankfurt vom...Tangente - das Theater-...

Tangente - das Theater- und Musikfestival der Comoedia Mundi in Frankfurt vom 5.Mai bis 8. Juni 2011, Theaterzelt am Museumsufer

Vor über 20 Jahren, im Jahr 1987, gastierte COMOEDIA MUNDI auf Einladung von Dieter Buroch im Rahmen des summertime-Programms erstmals in Frankfurt am Mainufer. Damals wurde der Main von den meisten nur als Hindernis wahrgenommen, eine Wasserstrasse, die es zu überwinden gilt, wenn man von den nördlichen in die südlichen Stadtteilen gelangen wollte. Das Mainufer wurde höchstens Sonntags als Flaniermeile genutzt. Mit unseren Aufführungen und unserer Theatergastronomie waren wir, wenn nicht Initiatoren, so doch Vorreiter und Wegweiser einer lebendigen und Lebensqualität fördernden Aufwertung des Flussufers. Inzwischen ist aus den Gastspielen ein Theater- & Musikfestival geworden, das zu den festen Bestandteilen des Frankfurter Kulturlebens gehört.

 

Auf Grund eines umfangreichen Rahmenprogramms der Frauenfußball Weltmeisterschaft sind die von uns seit Jahren traditionell genützten Flächen den gesamten Sommer über belegt. Allerdings besteht eine Ausweichmöglichkeit auf die Flächen zwischen Untermainbrücke und Eiserner Steg im Wonnemonat Mai! Leider stehen uns auch dort nur fünf Wochen zur Verfügung, aber die werden wir mit einem spannenden Programm und wenn's kalt wird, kuscheligen Decken, intensiv nützen. Denn was wäre ein Sommer in Frankfurt ohne Comoedia Mundi!

 

Ein ganz neues Stück wird in Frankfurt gezeigt, das dort (nach der

Uraufführung am Produktionsort Trautskirchen am 16. April) am 5. Mai

Premiere haben wird. Mit dem bayerischen postapokalyptischen Science-Fiction "Aufstieg & Fall der Stadt Passau", frei nach einem Roman von Carl Amery, kommt ein Stoff auf die Bühne, der durch die Katastrophe in Japan eine ganz neue Aktualität erfahren hat. In der Spielhandlung, die nach der "großen Seuche" liegt, prallen Nomadentum und Sendungsbewustsein der Stadtbewohner aufeinander.

 

Die menschlichen und allzumenschlichen Verhaltensweisen werden in dieser anthropologischen Versuchsanordnung deutlicher als in unserer gewohnten Umgebung. Wie sensibel das Gleichgewicht des „normalen“ Lebens im Hier und Jetzt ist, zeigen uns die Naturkatastrophen überall auf der Welt, besonders wenn sie so apokalyptische Ausmaße annehmen wie jetzt in Japan. Da rückt die Frage nach dem NACHHER plötzlich ganz dicht uns heran.

 

Solange die Erde als Planet noch bewohnbar ist, regiert das Prinzip

Hoffnung, selbst wenn die Menschheit fast ausgestorben ist. Und deshalb ist

im NACHHER auch Platz für Komik und Liebe, nicht nur für Depression und

gegenseitiges Zerfleischen.

 

Veranstaltungsort ist das Theaterzelt am Museumsufer, Schaumainkai mit bestem Blick auf die Frankfurter Skyline. Der romantische Café-Wagon mit Gartenbetrieb rundet mit einer klassischen Auswahl an Kaffee, Säften, Bieren der Binding Brauerei und feinen Weinen das Gebotene gastronomisch ab. Think global, buy local: Unser Espresso Delicato wird in Frankfurt geröstet, unser Apfelwein stammt von den Streuobstwiesen Nordhessens, gekeltert von der Kelterei Matsch & Brei .

 

Die erste Vorstellung und Premiere von "Aufstieg & Fall der Stadt Passau"

ist am Donnerstag, 5. Mai um 20 Uhr 30.

Weitere 13 Vorstellungen folgen.

Das komplette Programm finden Sie unter

www.comoedia-mundi.de/aktuell/tangente.html

 

Der Kartenvorverkauf beginnt im Caféwagen ab Sonntag, 1. Mai 2011, 12 Uhr. Das Theatercafé hat dann täglich von 13 Uhr bis 1 Uhr nachts geöffnet.

 

Dazu kommen wieder verschiedene Aufführungen durch befreundete Künstler aus dem großen Umfeld der fast 30 jährigen COMOEDIA MUNDI .

U.a. wird Hans Schwab den "Hans Albers" geben, sowie den Affen nach Kafkas "Bericht für eine Akademie". Loes Snijders bringt mit dem Norbert Emminger Jazz-Quartett neue Lieder ans Mainufer, Faltsch Wagoni werden mit "Wort und Wild" artgerecht unterhalten, der Evergreen "Literaturständer - die Pornolesung" ist auch im Gepäck, sowie drei verschiedene Kinderstücke.

 

Vorbestellungen sind unter 0151 / 26 93 97 81 oder per mail an

kontakt@comoedia-mundi.de möglich. Ab dem 1. Mai können Karten für alle

Veranstaltungen auch direkt im Theatercafé am Mainufer gekauft werden. Ab 13 Uhr ist dort täglich geöffnet, Sonntag ab 12 Uhr.

 

Täglich geöffnet ist der Wagen außerdem die Kartenvorverkaufsstelle. Die Eintrittskarten können auch telefonisch unter 0151 /26 93 97 81 oder per Email an kontakt@comoedia-mundi.de reserviert werden.

 

www.comoedia-mundi.de

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 20 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑