Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg" von Richard Wagner im Staatstheater Kassel"Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg" von Richard Wagner im..."Tannhäuser und der...

"Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg" von Richard Wagner im Staatstheater Kassel

Premiere: Samstag, 27.April 2013, 18 Uhr, Opernhaus. -----

Den Stoff für seine große romantische Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“, die 1845 in Dresden zur Uraufführung gelangte und seither auf den Spielplänen in aller Welt zu finden ist, fand Richard Wagner in zwei unterschiedliche Sagenkreisen.

Hier die anrührende Geschichte von einem Helden, der hin- und hergerissen ist zwischen der verführerisch-sinnenfreudigen Welt der Venus und seiner aufrichtigen, sittsamen Liebe zur keuschen Jungfrau Elisabeth und durch seine Kompromisslosigkleit zum Außenseiter wird; dort die ornamentreiche Geschichte einer veritablen Kunstauseinandersetzung im streng kodierten mittelalterlichen Ambiente.

 

Wagner hat es verstanden, diese im Grunde einander völlig fremden Welten in seinem Werk in eins zu setzen und dabei zu Grundfragen menschlicher Existenz vorzustoßen. Seine Musik ist dabei so unmittelbar an den Augenblick gebunden, dass das Nebeneinander von heidnischer Sinnlichkeit und religiösem Motiv nicht in Frage gestellt wird. Für die Welt der Venus setzt er auf einen hellen Streicherton, hohe Bläser übernehmen die Stimmführung, so klingt es schwirrend, ekstatisch, manchmal süßlich, dann wieder schmeichelnd. Der Welt Elisabeths hingegen sind die Posaunen, Pilgerchöre und choralartigen Sätze vorbehalten.

 

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg,

Inszenierung: Lorenzo Fioroni,

Bühne: Paul Zoller,

Kostüme: Katharina Gault

 

Mit Hee Saup Yoon (Hermann, Landgraf von Thüringen), Paul McNamara (Tannhäuser), Stefan Zenkl (Wolfram von Eschenbach), Johannes An (Walther von der Vogelweide), Marc-Olivier Oetterli (Biterolf), Musa Nkuna (Heinrich, der Schreiber), Krzysztof Borysiewicz (Reinmar von Zweter), Kelly Cae Hogan (Elisabeth, Nichte des Landgrafen), Ulrike Schneider (Venus), LinLin Fan (Ein junger Hirt)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑