Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Teilnahmerekord beim Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsoper MünchenTeilnahmerekord beim Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsoper...Teilnahmerekord beim...

Teilnahmerekord beim Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsoper München

Im Jahr 2011 haben so viele Kinder und Jugendliche wie nie zuvor an den Workshops und Schulprojekten der Bayerischen Staatsoper teilgenommen. CAMPUS, das Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsoper, verzeichnete mit seinem theaterpädagogischen Begleitprogramm einen Zuwachs von 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt nahmen rund 30.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 4 bis 25 Jahren am CAMPUS-Programm teil, das neben Workshops unter anderem auch Führungen, Vorstellungsbesuche, Kinderopern und Sitzkissenkonzerte umfasst. Erstmals wurde in der Spielzeit 2011/12 für ein Sitzkissenkonzert ein Auftragswerk vergeben: Das Vollmondorchester feiert am 5. Mai Premiere. Das Opernstudio präsentiert sich am 11. Juni mit Janáčeks Das schlaue Füchslein.

 

Die Bayerische Staatsoper hat ihr Kinder- und Jugendprogramm aufgrund der großen Nachfrage im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Insbesondere die Workshops und Schulklassenprojekte verzeichneten einen regen Zuwachs. Statt der ursprünglich geplanten 33 Opernworkshops zu Neuinszenierungen und Repertoirevorstellungen führte das Kinder- und Jugendprogramm im Jahr 2011 55 Projekte durch. Insgesamt nahmen rund 1.600 Kinder an den Opern- und Ballettworkshops teil.

 

Über 4000 Teilnehmer warfen zudem in einer Vielzahl themenspezifischer Führungen einen Blick hinter die Kulissen. Des Weiteren auf dem Programm standen Probenbesuche, Sitzkissenkonzerte, Einführungen und Lehrerfortbildungen. Auch die Orchesterakademie und das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper sind Teil des CAMPUS-Programms.

 

Zum zweiten Mal wurde im Rahmen des CAMPUS-Programms im Jahr 2011 eine eigene Kinderoper inszeniert. Knapp 1000 Besucher verfolgten in sechs ausverkauften Vorstellungen die Geschichte von Sigurd der Drachentöter und wurden so spielerisch mit der Nibelungen-Saga vertraut gemacht. Die Oper von Andy Pape in der Inszenierung von Sam Brown ist am 13. Mai 2012 zu den Bayerischen Theatertagen nach Augsburg eingeladen und wird im Großen Haus des Theater Augsburg präsentiert.

 

Kommende Projekte

 

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die stets ausverkauften Sitzkissenkonzerte für die 4- bis 7-jährigen Besucher. In unmittelbarer Nähe zu den Musikern und Erzählern hören und sehen Kinder im Vor- und Grundschulalter, wie Geschichten in Musik, Gesang und Worte umgesetzt werden. Rund 1800 Zuschauer nahmen im Jahr 2011 an diesem Programm teil. Nicht zuletzt aufgrund dieses Erfolges hat die Bayerische Staatsoper nun erstmals ein Sitzkissenkonzert als Auftragswerk vergeben. Gregor A. Mayrhofer hat die musikalische Vorlage zu Das Vollmondorchester geschrieben, das die Bilderbuchvorlage von Jens Rassmus vertont. Ein dreiköpfiges Schlagzeugensemble, ein Trompeter und eine Sprecherin erzählen von Annas wundersamer Reise zum Mond, ihrem furiosen Konzert mit dem Vollmondorchester und ihrer abenteuerlichen Begegnung mit einem Monddrachen. Die Premiere ist am 5. Mai.

 

Die acht jungen Sängerinnen und Sänger des Opernstudios präsentieren sich mit der Neuproduktion von Leoš Janáčeks Das schlaue Füchslein ab dem 11. Juni im Cuvilliés-Theater. Für die Inszenierung konnte das in München bereits bekannte Team um Regisseur David Bösch, Bühnenbildner Patrick Bannwart und Kostümbildner Falko Herold gewonnen werden, das bereits für die Inszenierungen von L’elisir d’amore und Mitridate, rè di Ponto verantwortlich zeichnete. Am Pult steht Christopher Ward.

 

Das Opernstudio bietet jährlich ca. acht hochbegabten jungen Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit, sich praxisnah auf eine Karriere als Opernsänger vorzubereiten. Die Ausbildung beinhaltet neben verschiedenen kleinen Opernauftritten Rollenstudium, Gesangsunterricht, Schauspiel- und Bewegungstraining und Sprachunterricht. Darüber hinaus erarbeitet das Studio jede Saison eine eigene Opernproduktion.

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑