Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Tezat - Ein Solo-Tanzabend von Canan Erek in BerlinTezat - Ein Solo-Tanzabend von Canan Erek in BerlinTezat - Ein...

Tezat - Ein Solo-Tanzabend von Canan Erek in Berlin

Premiere 25. Januar 2013, 19.30h, in den Uferstudios | Studio 1 | Badstraße 41a - Tor 1 | 13357 Berlin | U8-Bhf Pankstraße. -----

Bedeutet die Abwesenheit von Zwang gleich Freiheit? Ist man im Alltag frei oder wird manches viel früher zwanghaft, als man zugeben möchte? Leben wir heute in einer zwingenden Freiheit des auf sich selbst zurück geworfen seins?

Diese Widersprüche sind der Ausgangspunkt des Soloabends von Canan Erek. Tezat ist ein alttürkisches Wort für Widerspruch. Gegensätze, die wir in unserem Denken und Fühlen erfahren, erzeugen ein Gleichgewicht zwischen zwei Polen. Sie bestimmen den Alltag – im Kleinen, wie im Großen.

 

Der erste Teil von Tezat widmet sich den persönlichen Widersprüchen, die leise im Inneren aufkommen, wenn Gefühl und Verstand im Widerstreit liegen. Inspiriert durch die Schriften des Philosophen Byung-Chul Han erforscht Canan Erek in einem zweiten Teil Konfliktzustände im Alltag. So öffnet sich die Choreographie und hinterfragt Paradoxien unserer Gesellschaft.

 

Byung-Chul Han, Auszug aus „Müdigkeitsgesellschaft“:„Der Exzess der Arbeit und Leistung verschärft sich zu Selbstausbeutung. Diese ist effizienter als die Fremdausbeutung, denn sie geht mit dem Gefühl der Freiheit einher. Der Ausbeutende ist gleichzeitig der Ausgebeutete. Täter und Opfer sind nicht mehr unterscheidbar. Diese Selbstbezüglichkeit erzeugt eine paradoxe Freiheit.“

 

Nach einer klassischen Tanzausbildung in Ankara studierte Canan Erek bei Pina Bausch Tanz an der Folkwang-Hochschule in Essen. Von 1992-96 folgte ein Choreografie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Anschließend entstanden mehrere Soloarbeiten und einige Gruppenstücke in Berlin. Von 2004 bis 2007 übernahm sie die künstlerische Leitung der Company des Leipziger Tanztheaters. Seit 2007 lebt und arbeitet sie wieder in Berlin. www.cananerek.de

 

Konzept | Choreografie | Tanz: Canan Erek

Licht: Lutz Deppe

Kostüm: Osamu Arai

Assistenz: Alessandra Defazio

 

In den Uferstudios | Studio 1 | Badstraße 41a - Tor 1 | 13357 Berlin | U8-Bhf Pankstraße

Kartenreservierung: 0151-63753649 | www.uferstudios.com

Preis: 12 / 8 Euro

 

Weitere Vorstellungen 26., 27. sowie 29. und 30. Januar 2013, 19.30h

 

Eine Produktion von Canan Erek in Kooperation mit der Tanzfabrik Berlin gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑