Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Thalia Theater Hamburg: MASS FÜR MASS von William ShakespeareThalia Theater Hamburg: MASS FÜR MASS von William ShakespeareThalia Theater Hamburg:...

Thalia Theater Hamburg: MASS FÜR MASS von William Shakespeare

A-Premiere am 27. Oktober um 20 Uhr

B-Premiere am 28. Oktober um 19 Uhr

 

Vincentio, der Herzog von Wien, erkennt, dass seine Vernachlässigung der Regierungsgeschäfte zu einem Sittenverfall in der Stadt geführt hat. Er gibt vor zu verreisen und setzt den strengen Angelo als Stellvertreter ein, bleibt aber als Mönch verkleidet in der Stadt.

 

Als erste Amtshandlung lässt Angelo den jungen Claudio zum Tode verurteilen, weil er ein Mädchen geschwängert hat. Zudem ordnet er den Abriss sämtlicher Bordelle an. Claudios Schwester Isabella, eine junge Novizin, bittet bei Angelo um Gnade für ihren Bruder. Angelo, entgegen seiner Sittenstrenge und unbarmherzigen

Härte, verfällt ihr und bietet ihr einen Handel an: Des Bruders Leben gegen eine Nacht mit ihr. Doch Isabella ist nicht Willens, ihre Unberührtheit

zu opfern, eher soll ihr Bruder sterben...

 

Shakespeares Stück um Macht und Moral, um Recht und Gnade zeigt, wie Sittlichkeit, wenn sie verabsolutiert wird, zu Unsittlichkeit wird, und ist

vielleicht sein unerbittlichstes. Es demonstriert das Ende jeglichen Idealismus

– der Mensch, der christlichen wie gesellschaftlichen Werte entledigt, ist allein seiner Natur ausgesetzt: Zwischen Begierde und Todesangst bewegt er sich in seinem kleinen Leben. Angesichts dessen, dass das Stück zwischen grotesk-obszönem Reigen, Tragödie und Politthriller hin und her springt, erscheint es fast wie eine Provokation des Autors, es schlicht „Komödie“ zu nennen.

 

Regie Stefan Bachmann Bühne Steffen Schmerse Kostüme Esther Geremus

Musik Felix Huber Dramaturgie Sonja Anders

 

Es spielen Maren Eggert (Isabella, Madame Overdone), Norman Hacker

(Angelo, Abhursohn), Andreas Köhler (Elbogen, Herr), Jörg Koslowsky

(Claudio, Mariana), Markwart Müller-Elmau (Escalus, Bernardino),

Axel Olsson (Wächter), Stephan Schad (Herzog), Hartmut Schories

(Pompejus, Herr), Alexander Simon (Lucio, Schaum)

 

Weitere Vorstellungen am 3. | 4. und 6. November jeweils um 20 Uhr

Eintritt Premiere 62 | 52 | 41,50 | 25 Euro | ermäßigt 11 Euro

Kartentelefon 040. 32 81 44 44 | www.thalia-theater.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑