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Theater Bremen, Schauspiel: "In Bed with Madonna" - Ein Liederabend zum 61. Geburtstag von Madonna Louise Veronica Ciccone

Premiere am Freitag, dem 6. Dezember um 20 Uhr im Kleinen Haus

Sie ist eine Ikone. Im Pop, im Feminismus, im Stil. Mit jedem Lied erfindet sie sich neu. Wehrt sich gleichzeitig gegen jede Zuschreibung und Festlegung, für sie ist die Transformation ein Prozess der Befreiung, des Empowerments. Damit sprengt sie die gängigen Vorstellungen von Weiblichkeit, schreibt mit an einem neuen Frauenbild: Madonna changiert seit Beginn ihrer Karriere in den 80er Jahren zwischen Material Girl und feministischer Freiheitskämpferin.

 

Am Theater Bremen widmen Regisseurin Anne Sophie Domenz und Musikerin Maartje Teussink ihr einen Liederabend zum 61. Geburtstag: auf den Spuren der Queen of Pop, voller Power und Musik. Auf der Bühne stehen neben Teussink auch Alexander Angeletta, Annemaaike Bakker, Ferdinand Lehmann, Deniz Orta und Justus Ritter.

„Dieser Liederabend ist etwas ganz besonderes für die Gruppe an Künstler*innen, denn wir alle verbinden etwas, und oft etwas anderes, mit Madonna,“ sagt Theresa Schlesinger, die die Produktion als Dramaturgin begleitet, „Sie wird bei der Arbeit zum Vorbild, zur Inspiration, zur Antiheldin, ist Ausgangspunkt und Reibungsfläche zugleich. Den Anfang machen die Musik und die Assoziationen - es wird gesungen und getanzt, diskutiert, erzählt und gestritten. Am Ende wird gemeinsam gefeiert!“

Vor ihrem Regiestudium an der Theaterakademie in Hamburg hospitierte und assistierte Anne Sophie Domenz am Thalia Theater, unter anderem bei Andreas Kriegenburg, Martin Kusej und Armin Petras. Bereits während ihres Studiums wurden ihre Inszenierungen zu den Festivals 150% made in Hamburg und Blühende Landschaften am Maxim Gorki Theater eingeladen. Es folgten Arbeiten am Theater Göttingen und am Deutschen Theater in Weimar. Mit ihrer Diplominszenierung „Penthesilea MACHT DER WÖRTER! MACHT DER BILDER! EINE ABTRAGUNG“ nach Kleist am Theater Kampnagel Hamburg schloss sie 2011 ihr Regiestudium ab. Direkt im Anschluss inszenierte sie unter anderem am Schauspiel Kiel, am Maxim Gorki Theater sowie bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin. 2012 wird sie am Theater Bremen als Regieassistentin tätig, wo sie bisher Friedrich Schillers „Maria Stuart“ auf die Bühne brachte (eingeladen zu den Schillertagen 2015 in Mannheim) sowie Thomas Melles „3000 Euro“ und Anja Hillings „Nostalgie 2175“. Für die Produktion „Amour“ von Alize Zandwijk gestaltete sie das Kostümbild. Zudem ist sie regelmäßig als Produktionsdramaturgin tätig, unter anderem für Gintersdorfer/Klaßen, La Fleur und Felix Rothenhäusler.

Maartje Teussink wurde 1979 geboren und ist Multiinstrumentalistin, Sängerin, Schauspielerin und Komponistin. Sie studierte am Konservatorium in Brno und an der Musikakademie in Amsterdam Klarinette, Percussion und Klassischer Gesang. Bereits während ihres Studiums komponierte und musizierte sie für verschiedene Theaterproduktionen und prägte ihren musikalischen Schicht-Stil, in dem verschiedene musikalische Einflüsse und Instrumente wie Gitarre, Bass, Klavier, Synthesizer, Gesang, Klarinette und Bouzuki miteinander kombiniert werden. Sie performt als Liedermacherin und komponiert Songs, Soundlandschaften, Film- und Theatermusik, u. a. für Orkator, Ro Theater, Generale Oost, Theater Maatwerk, Saskia Boddeke en Peter Greenaway und das Oerol festival. 1999 erhielt Maartje Teussink den Grand Prix der Niederlande in der Kategorie Gesang. Ein Jahr später folgte der Preis in der Kategorie Singer-Songwriter. In Bremen war ihre Musik u. a. bereits in Alize Zandwijks „Kirschgarten“, „Amour“, „Der Schimmelreiter“, „Auferstehung“ und „Vögel“ zu hören.

Regie:                                                Anne Sophie Domenz
Musikalische Leitung:                     Maartje Teussink
Ausstattung:                                     Anne Sophie Domenz
Choreografie:                                   Daniel Chelminiak
Dramaturgie:                                    Theresa Schlesinger

Mit:                                                    Alexander Angeletta, Annemaaike Bakker, Ferdinand Lehmann, Deniz Orta, Justus Ritter, Maartje Teussink

 

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