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Theater Freiburg: DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN, Operette von Emmerich Kálmán

PREMIERE SA. 5.10.13, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

Wie empörend ist es, wenn ein Sohn aus gutem Hause einer Varieté-Künstlerin verfällt? Das gilt es genauso naserümpfend zu bekriteln, wie wenn im Wohnzimmer des saturierten Bildungsbürgertums statt hehrer E-Musik plötzlich nur noch ach so seichte U-Musik dudelt.

 

Auch wenn man unter der Hand zugeben muss, dass sie schon nicht schlecht sind, diese flotten Weisen, die der missratene Sprössling da nach Hause bringt. Und ein Happy End lässt sich schließlich ganz leicht erreichen, wenn die künstlich aufrechterhaltenen Schranken der Konventionen fallen und mit ihnen die Lügenfalle einer Doppelmoral.

 

Emmerich Kálmán gelingt mit seiner »Csárdásfürstin« am Vorabend des 1. Weltkrieges mit spitzer Feder ein gleichermaßen ironisch-böses, tiefsinnig-melancholisches und lustvoll-beschwingtes Sittengemälde einer angekränkelten Gesellschaft, die den Zusammenbruch latent spürt und noch nicht spürt.

 

Musikalische Leitung: Gerhard Markson / Regie: Frank Hilbrich / Bühne: Volker Thiele

Kostüme: Gabriele Rupprecht / Chor: Bernhard Moncado / Choreografie: Moira Fetterman

Dramaturgie: Dominica Volkert

 

Mit: Helga Eggert, Jana Havranová/Christina Bock, Sigrun Schell; Frank Albrecht, Wojciech Alicca, Victor Calero, Roberto Gionfriddo, Christoph Waltle/Michael Suttner

 

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