Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Freiburg: MEFISTOFELE von Arrigo BoitoTheater Freiburg: MEFISTOFELE von Arrigo BoitoTheater Freiburg:...

Theater Freiburg: MEFISTOFELE von Arrigo Boito

PREMIERE SA. 16.1.16, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

Die späten Opern Giuseppe Verdis sind ohne Arrigo Boito nicht denkbar: Als Librettist von »Otello« und »Falstaff« arbeitete er seinem großen Vorbild intensiv und unverwechselbar zu. Nichtsdestotrotz war Arrigo Boito ein großer Verehrer deutscher Musik, für deren Verbreitung in Italien er sich unermüdlich einsetzte.

So übersetzte er etwa Webers »Freischütz«, Wagners »Rienzi«, »Tristan« und die Wesendonck-Lieder. In seiner Vision einer Synthese italienischer und deutscher Kunst griff er für seine einzige eigene Oper nicht von ungefähr auf eines der zentralen deutschen Literatur-Denkmäler zurück: auf Goethes »Faust«. Er verschmolz beide Teile der Tragödie zu einem Opernabend, in dem Mephisto als »Geist, der stets verneint« (»lo spirito che nega sempre«) zur titelgebenden Hauptfigur wird.

 

Nach der durchaus umstrittenen fast fünfstündigen Mailänder Uraufführung 1868 war die revidierte Fassung 1875 bei der Aufführung in Bologna ein großer Erfolg. Im rasanten zweieinhalbstündigen Tempo durchlaufen wir nunmehr das Goethesche Universum im italienischen Gewand – ein Wechselspiel zwischen großen Chortableaus und intimem Kammerspiel.

 

Musikalische Leitung: Fabrice Bollon /

Regie: Ludger Engels /

Bühne & Kostüme: Ric Schachtebeck

Chor: Bernhard Moncado /

Dramaturgie: Dominica Volkert

 

Mit: Sandra Janusaite, Silvia Regazzo; Jin Seok Lee, Martin Muehle, Christoph Waltle

 

Mit Unterstützung der ExcellenceInitiative der TheaterFreunde Freiburg

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 7 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritikenund theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑