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Tollwood Sommerfestival 2009 in München

Theater zwischen Himmel und Erde: Auf dem Tollwood Sommerfestival 2009 findet in der Zeit vom 18. Juni bis zum 12. Juli ein umfangreiches Kulturprogramm von Lufttheater über Akrobatik und Artistik bis hin zu Performances und Walk-Acts im Münchner Olympiapark statt.

Das „aerial theatre“ steht mit Inszenierungen in luftigen Höhen wie „Orbite“ der Schweizer Compagnie öff öff productions, „Un Horizonte Cuadrado“ der chilenischen Compañia de Paso und der Deutschlandpremiere von David Moreno mit „Floten Tecles“ im Mittelpunkt des Sommerprogramms. Artistisches Theater bieten die spanische Compagnie Los Gingers mit „Perlas y Plumas“ und Adrian Schvarzsteins „Circus Klezmer“ (Deutschlandpremiere).

 

Sämtliche Theateraufführungen und Performances finden Open Air

und bei freiem Eintritt inmitten des Festivalgeschehens statt. Das Festivalprogramm

befindet sich unter www.tollwood.de.

 

Das Tollwood Sommerfestival eröffnet am 18.06. mit der Schweizer Theatergruppe öff öff productions. In ihrer Performance „Orbite“ verwandelt sich ein gewaltiges stählernes Gerüst in 17 Metern Höhe in eine fein austarierte Bühne. Die tänzerisch choreographierten Bewegungen der sechs Darsteller setzen die zwei riesigen Stahlflügel der „Luftstation“ in

Bewegung und lassen sie durch den nächtlichen Sternenhimmel schweben (18.06. - 20.06.).

 

„Artist in residence“: Der niederländische Multimediakünstler Vincent de Rooij verblüfft die Besucher in einem extra für das Festival designten Containerlabor jeden Tag aufs Neue. In seinen crossmedialen, minimalistisch und live inszenierten Kurzfilmen „Vlucht + Auw!to“

führt er dem Betrachter die Tücken der Sinneswahrnehmung sprichwörtlich vor Augen.

 

Die französische Compagnie UliK & Le Snob versetzt die Zuschauer in „gliSSSSSSSSSendo“ in eine andere Welt: Neun Wesen in schwarzen Kostümen und mit eigens für die Produktion entworfenen Instrumenten schweben wie von Zauberhand geleitet über das Gelände und

entführen das Publikum mit Melodien von Michael Nyman bis Philip Glass in die Welt des Feuer-Tanz-Balletts (23.06. - 25.06.).

 

Die sechs Artisten der chilenischen Compañia de Paso erzählen am Trapez die Geschichte des Lebens von der Geburt bis zum Tod. In „Un Horizonte Cuadrado“ verbinden sie in der Luft Elemente des Nouveau Cirque mit modernem Tanz (26.06. - 28.06.).

 

Deutschlandpremiere: In sechs Metern Höhe sitzt der spanische Pianist und Performance-Künstler David Moreno an einem um 90 Grad gedrehten, vertikal ausgerichteten Flügel. Zu den Kurzfilmen, die er auf den Flügel projiziert, zaubert er seine „Floten Tecles“, fliegende

Töne, in den Nachthimmel (09.07. - 11.07.).

 

Deutschlandpremiere: Eine irrwitzige, artistische und musikalische Hochzeitsgesellschaft: Die Musiker üben auf dem Marktplatz, Gaukler machen sich fein und das Brautpaar schmückt sich für den großen Moment. Doch längst nicht alles verläuft in Adrian Schvarzsteins „Circus Klezmer“ nach Plan (03.07. - 05.07.).

 

Deutschlandpremiere: Der spanischen Compagnie Trukitrek gelingt die Verbindung zweier dramatischer Welten, der des Theaters und des Puppenspiels, aufs Meisterhafte: Denn im „Hôtel Crab“, einem russischen Hotel, geschehen sonderbare Dinge, die die ganze Kunst des Puppenspiels erfordern (19.06. - 21.06.). Die spanische Compagnie Los Gingers beherrscht Kunst und Kniffe des Varietés, ihre Mitglieder brillieren als Musiker, Artisten und Komödianten auf dem Drahtseil oder dem Schwebebalken, dazu kommen jede Menge schräger Komik und Selbstironie in der Inszenierung „Perlas y Plumas“ (30.06. - 02.07.).

 

Außerdem im Theaterzelt das Schloss: CAVEMAN (29.06. & 04.07.), CAVEWOMAN (08.- 12.07.) und das Solo-Programm von CAVEMAN-Darsteller Karsten Kaie Lügen, aber ehrlich (20. & 21.06).

 

Performances

Neben den Theaterinszenierungen erwartet die Zuschauer ein tägliches Programm aus Performances und Walk Acts, die ebenfalls bei freiem Eintritt inmitten des Festivalgeländes stattfinden: In „Heinz baut“ konstruiert Georg Traber mit philosophischer Langsamkeit ein Kunstwerk aus Stangen, der Schweizer Künstler Rigolo baut in seiner Performance „Sanddornbalance“ eine Skulptur aus Palmästen, bei der Berliner Brassband beat’n blow wird geblasen, was das Zeug hält – und Les Goulus, drei verrückte, französische

Herrenreiter, üben auf dem Festival für die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen.

 

Zahlreiche weitere Performances sind täglich Open Air und bei freiem Eintritt auf dem Tollwood Sommerfestival zu sehen.

Das vollständige Programm finden Sie auf der Webseite des Tollwood Festivals unter

www.tollwood.de.

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