Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "After Work" - Ein Requiem für den arbeitenden Menschen von Tobias Staab - Schauspielhaus BochumUraufführung: "After Work" - Ein Requiem für den arbeitenden Menschen von...Uraufführung: "After...

Uraufführung: "After Work" - Ein Requiem für den arbeitenden Menschen von Tobias Staab - Schauspielhaus Bochum

Premiere Sa, 11.01.2020, 19:30 Uhr, Kammerspiele

After Work zeichnet in ruhigen, intensiven Bildern Momentaufnahmen aus der Geschichte der Arbeit nach. Mit Tanz, mit Schauspiel, mit Musik, mit Text. Eine hybride Zusammenkunft unterschiedlicher Darstellungsweisen, wobei die Grenzen der Kunstdisziplinen verschwimmen.

 

Beteiligt sind eine Tänzerin, vier Schauspieler*innen und eine Bondage-Künstlerin, die sich auf die japanische Fesselungs-Tradition des Shibari spezialisiert hat. Diese Stationen-Reise in stillen, humorvollen bis hin zu grotesken Tableaus bietet den Zuschauerinnen und Zuschauern ein spielerisches, offenes Feld an Assoziationen.

Ein Blick zurück in die Zeit der Renaissance als Proto-Kapitalismus. Die Momentaufnahme der Entdeckung der Hand als dem entscheidenden Werkzeug für die Menschwerdung des Affen. Der Bergmann als Repräsentant der Industrialisierung wird abgelöst von Büroangestellten in grauen Anzügen, die von einem Business-Coach behandelt werden, der sich als schamanenhafter Heiler gebiert. Von der Euphorie zur Selbstoptimierung zur Selbstaufgabe zum Burnout. Und schließlich führt After Work in die Zukunft einer von Robotern, von Künstlicher Intelligenz, von Algorithmen dominierten Welt, in der die menschliche Arbeit überflüssig geworden zu sein scheint.

Ist das Nichtstun ein Zustand totaler Glückseligkeit? Oder werden die vermeintlichen Befreiungstechnologien eine Fessel für den Menschen von morgen? Ein Requiem für den arbeitenden Menschen – mit Musik von Pop bis Ambient und klassischer Musik des 20. Jahrhunderts.

Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln

    Regie: Tobias Staab
    Musik: Polina Lapkovskaja
    Choreografie: Rob Fordeyn
    Bühne, Kostüme: Nadja Sofie Eller
    Dramaturgie: Dorothea Neweling

    Mit: Mourad Baaiz, Dominik Dos-Reis, Anna Pocher, Anne Rietmeijer, Dasniya Sommer, Ulvi Teke

Di, 14.01.
19:30
Fr, 17.01.
19:30
So, 19.01.
19:00
Fr, 31.01.
19:30
So, 09.02.
19:00
Sa, 22.02.
19:30
So, 23.02.
17:00
Mi, 26.02.
19:30

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritikenund theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑