Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG: 'DIE SEDIERTEN' VON MARTIN PLATTNERURAUFFÜHRUNG: 'DIE SEDIERTEN' VON MARTIN PLATTNERURAUFFÜHRUNG: 'DIE...

URAUFFÜHRUNG: 'DIE SEDIERTEN' VON MARTIN PLATTNER

PREMIERE SA 3. OKTOBER 2020, 19.30 UHR KAMMERSPIELE

Die manische Frau vom Fenster ist außer sich: Der Gehsteig soll verbreitert werden – sämtliche Vorgärten werden dran glauben müssen. Ein Aufstand muss her! Aber mit wem? Die Schwester ist schwermütig, die Nachbarschaft leidet an Lichtallergie, chronischer Erschöpfung oder birgt „spinnerte Spanner“ mit einschlägigen Vorstrafen. Mit all den Stimmungsaufhellern, Angsthemmern, Schlaf- und Beruhigungsmitteln ist keine Rebellion zu machen.

 

Das Schicksal der Vorgärten scheint besiegelt, doch da zeigen die Medikamente auf einmal Nebenwirkungen: statt Dämmerzustand Schlaflosigkeit und radikaler Aktionismus. Vorbei ist es mit der Nachtruhe! Jetzt scheppert’s! Vorgartenversammlung und Mitternachtsimbiss! Die Frau vom Fenster kann es nicht fassen: Ist das der Aufstand? Und wann werden die Nebenwirkungen nachlassen?

Nach der Uraufführung von „rand: ständig“ im Rahmen des Thomas Bernhard Stipendiums in der Spielzeit 2018/2019 zeigt das Landestheater Linz heuer ein neues Stück des jungen Tiroler Dramatikers Martin Plattner. „Die Sedierten“ erzählt von der Paradoxie, am Leben teilhaben zu wollen, und sich doch davon überfordert zu fühlen – ein witzig-böses Sprachkunstwerk über schonungslosen Substanzengebrauch und die Mechanismen kollektiver Vereinsamung.

Inszenierung Stephan Suschke
Bühne Momme Röhrbein
Kostüme Angelika Rieck
Musik Joachim Werner
Dramaturgie Franz Huber

Eva-Maria Aichner (Frau vom Fenster), Gunda Schanderer (Nachtschwester), Katharina Hofmann (Frau hinter Rollladen), Johanna Orsini-Rosenberg (Frau auf Gartenliege), Daniel Klausner (Spinnerter Spanner)

DIE NÄCHSTEN TERMINE 6., 22., 23. Oktober 2020

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 7 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑