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Uraufführung: "Es war einmal … das Leben" von Marcin Cecko, inspiriert durch die Zeichentrickserie von Albert Barillé, Staatstheater Hannover

Premiere Sa 23.02.19 | 19:30 | Schauspielhaus

Die Geschichte war und ist ein Welterfolg. In 26 Folgen erzählt die 1986 erstmals gesendete Zeichentrickserie Es war einmal … das Leben von den Vorgängen im menschlichen Körper und prägte eine ganze Generation. Die Zelle stand am Anfang, dann folgten Die Geburt, Immunsystem, Knochenmark, Blut, bis zur letzten Folge Lebenszyklus. Anfang und Ende, Werden und Vergehen – und dazwischen das Leben. Das Bestechende der Serie ist die Anschaulichkeit, mit der die biologischen Abläufe erzählt wurden.

 

Der Körper, organisiert wie eine Gesellschaft. Konflikte und Krisen im Moment der Krankheit. Der Einbruch von Viren und Bakterien, der nur mit dem Zusammenwirken aller Abwehrkräfte gestoppt werden kann. Dramatik pur. Aber wie entsteht daraus Theater?

Die Serie Es war einmal … das Leben wird Ausgangspunkt einer theatralen Untersuchung des polnischen Theatermachers Łukasz Twarkowski über die Prozesse in unserem Körper und über den Unterschied des Körperverständnisses der 80er Jahre und heute. Denn wie der jüngste Fall der beiden chinesischen Babys zeigt, deren Erbgut durch die CRISPR-Methode verändert wurde, sind die Möglichkeiten, ins Leben einzugreifen und es zu modifizieren heute ungleich höher. Niemand ist berufener so einen Theaterabend anzugehen, als der 1983 geborene und in Wrocław lebende Videokünstler und Regisseur, der in seinen Arbeiten bildende Kunst und Theater kombiniert. Seine Arbeiten bestechen durch eine beeindruckende Visualität an der Grenze zwischen Theater und Videoclip.

Regie Łukasz Twarkowski    
Bühne Fabien Lédé    
Kostüm Svenja Gassen
Musikalische Leitung Bogumił Misala
Video Jakub Lech
Choreografie Paweł Sakowicz  
Dramaturgie Marcin Cecko / Johannes Kirsten    
Übersetzung Andreas Volkland

Mit Rainer Frank, Sarah Franke, Beatrice Frey, Katja Gaudard, Mathias Max Herrmann, Dieter Hufschmidt, Janko Kahle, Christoph Müller, Hagen Oechel, Vainius Sodeika

 

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