HomeBeiträge
"Der Wildschütz" - Komische Oper von Albert Lortzing - STAATSTHEATER KASSEL"Der Wildschütz" - Komische Oper von Albert Lortzing - STAATSTHEATER KASSEL"Der Wildschütz" - ...

"Der Wildschütz" - Komische Oper von Albert Lortzing - STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 25. Mai 2019, 19.30 Uhr, Opernhaus

Wild ist in Albert Lortzings komischer Oper „Der Wildschütz“ so einiges – von der phänomenalen Ouvertüre bis zu den Verkleidungen und Verwicklungen. Nur der arme Dorfschullehrer Baculus, dem das Werk seinen Titel verdankt, ist eigentlich kreuzbieder. Jetzt allerdings wird ihm vorgeworfen, im Revier des Grafen gewildert zu haben.

 

Copyright: N. Klinger

Und tatsächlich wollte er in seiner kleinen Eitelkeit zur Verlobungsfeier mit dem jungen Gretchen einen anständigen Rehbraten kredenzen und ist dafür in die Wälder gezogen. Nun jedoch steht für ihn plötzlich alles auf dem Spiel – von seiner Stelle bis zur Hochzeit. Gretchen will für ihn beim Grafen um Gnade bitten, doch dessen Ruf als Schürzenjäger ist bekannt. Da kommt ein Retter in der Not, der sich als Retterin ausgeben will – oder ist es vielleicht umgekehrt oder ganz anders?

Spätestens jetzt kommt ein Verwirrspiel und Verkleidungsreigen allererster Güte in Gang, und während ein Unwetter tobt, spitzt sich die Lage für Baculus immer mehr zu. Aber bekanntlich wird eine Komödie umso komischer, je brenzliger die Situation ist …

Vielfach sind Parallelen vom „Wildschütz“ zu „Figaros Hochzeit“ gezogen worden, und tatsächlich fällt die musikalische Nähe zu Mozart auf. Schon die „Wildschütz“-Ouvertüre ist voller Esprit und Witz, pendelnd zwischen Dramatik und melodischem Liebreiz. Und so ist das gesamte Werk: voller Beziehungsreichtum und dabei volkstümlich und eingängig.

Tom Ryser, der in der Vergangenheit am Staatstheater Kassel bereits u.a. „Kiss Me, Kate“ und „Evita“ inszeniert hat, bringt Lortzings Erfolgs-Oper auf die Bühne des Opernhauses, die musikalische Leitung hat Alexander Hannemann, Koordinierter Erster Kapellmeister. Als Schulmeister Baculus ist Yorck Felix Speer zu erleben, weitere Mitwirkende sind Marc-Olivier Oetterli als Graf von Eberbach (bei späteren Vorstellungen alternierend mit Daniel Holzhauser), Inna Kalinina (als Gräfin), Daniel Jenz (Baron Kronthal), Jaclyn Bermudez als Baronin Freimann (später alternierend mit Ani Yorentz), Marta Herman als Nanette, Karola Sophia Schmid als Gretchen, Bernhard Modes als Pancratius, Haushofmeister, der Opernchor, der CANTAMUS-Jugendchor und natürlich das Staatsorchester Kassel.

Die Premiere wird live von Deutschlandfunk Kultur übertragen sowie am 1. Juni als Mitschnitt von hr2-kultur gesendet.

Musikalische Leitung
   Alexander Hannemann, Deniola Kuraja
Inszenierung
   Tom Ryser
Bühne
   Julie Weideli
Kostüme
   Magali Gerberon
Video
   David Worm
Dramaturgie
   Christian Steinbock
Licht
   Stefanie Dühr
Choreinstudierung
   Marco Zeiser Celesti
Choreinstudierung CANTAMUS
   Maria Radzikhovskiy, N.N.


Mit Daniel Holzhauser / Marc-Olivier Oetterli (Graf von Eberbach), Inna Kalinina (Die Gräfin, seine Gemahlin), Daniel Jenz (Baron Kronthal), Jaclyn Bermudez / Ani Yorentz (Baronin Freimann), Marta Herman (Nanette), Yorck Felix Speer (Baculus, Schulmeister), Karola Sophia Schmid (Gretchen), Bernhard Modes (Pancratius, Haushofmeister), Staatsorchester Kassel, Opernchor des Staatstheaters, CANTAMUS-Jugendchor

Nächste Vorstellungen: 31. Mai, 1. Juni, 7. Juni, 15. Juni, 23. Juni (16 Uhr)

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑