Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: CAFE HAERTEL von Juliane Kann im Theater OsnabrückUraufführung: CAFE HAERTEL von Juliane Kann im Theater OsnabrückUraufführung: CAFE...

Uraufführung: CAFE HAERTEL von Juliane Kann im Theater Osnabrück

Premiere 26.03.2011 um 19.30 Uhr im emma-theater. --

 

In Juliane Kanns eigens für Osnabrück geschriebenen Stück CAFÉ HAERTEL geht es um die Sehnsucht nach Geborgenheit in Zeiten unendlicher Freiheit.

 

Keiner will allein schlafen oder auch nur an der Bar sitzen – aber darf man es wagen, sein Lebensglück von anderen Menschen abhängig zu machen? Auf welches Glück darf man überhaupt hoffen: auf einen liebevollen Partner, eine gute Familie, einen guten Arbeitsplatz, oder wenigstens auf Bekanntschaften und einen Job? „Wenn jeder reich und mächtig werden kann drängt sich der Verdacht auf dass er auch dazu verpflichtet ist.“, sagt Mona, die bald ein Vorstellungsgespräch hat und nicht mehr glaubt, dass ein Tellerwäscher Millionär werden kann. Wenigstens hofft sie ab und zu noch auf die große Liebe – hat nicht jeder ein Recht auf seine Illusion?

 

In ihrem neuen Stück für Osnabrück lässt Juliane Kann sechs Figuren unterschiedlichen Alters aufeinander treffen: Mona hat noch einen auf sich selbst gestellten Sohn und eine beruflich erfolgreiche, aber ebenfalls kontaktarme Schwester. Der Künstler Franz komponiert melancholisch-aggressive Liebeslieder, die keiner hören will und bietet jedem körperliche Nähe an, möchte Bindungen aber nicht vertiefen. Flirtend zieht auch der einsame Rentner Markward durch die Cafés, während die frühere Schauspielerin Carola ständig Ärzte besucht, weil sie sich vor allem ein bisschen Mitgefühl wünscht. Die Figuren und ihre Lieder fügen sich in ein Textgedicht über Einsamkeit und die Forderung – pardon, Sehnsucht nach Liebe in den Zeiten unendlicher Freiheit.

 

Juliane Kann, 1982 in Mecklenburg geboren, studierte Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste und seit 2009 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Sie erhielt bereits mehrere Preise für ihre Stücke, die u.a. am Berliner Maxim-Gorki-Theater, am Staatstheater Stuttgart oder am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt wurden. Zuletzt bekam sie den Kulturpreis der deutschen Wirtschaft, der verbunden ist mit einem Auftragswerk des Deutschen Theaters in Berlin, das in der Spielzeit 2011/12 uraufgeführt werden wird. In dieser Spielzeit recherchiert Juliane Kann für ein weiteres niedersächsisches Theater: Am Jungen Staatstheater Braunschweig hat im April 2011 „Hotel Braunschweig“ Premiere. 2009 zeigte das Theater Osnabrück die Uraufführung von Juliane Kanns preisgekröntem Stück BIRDS.

 

Regie Nina Mattenklotz

Bühne und Kostüme Silke Rudolph

Dramaturgie Anna Volkland

Video Nina Mattenklotz/Claudius Strack

Musik Tobias Gronau

 

Mona Susanne Pollmeier

Ole Alexander Jaschik

Gyde Verena Fitz

Carola Christel Leuner

Markward Klaus Fischer

Franz Friedrich Witte

 

02.04.11 / 19:30 Uhr

Di 05.04.11 / 19:30 Uhr

Sa 16.04.11 / 19:30 Uhr

Sa 14.05.11 / 19:30 Uhr

Mi 18.05.11 / 19:30 Uhr

Do 02.06.11 / 19:30 Uhr

Fr 01.07.11 / 19:30 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑