Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: DIE GLOCKEN VON INNSBRUCK LÄUTEN DEN SONNTAG EIN im Burgtheater WienUraufführung: DIE GLOCKEN VON INNSBRUCK LÄUTEN DEN SONNTAG EIN im Burgtheater...Uraufführung: DIE...

Uraufführung: DIE GLOCKEN VON INNSBRUCK LÄUTEN DEN SONNTAG EIN im Burgtheater Wien

von Ruedi Häusermann/Händl Klaus

Premiere am 30. Januar 2009 im Kasino am Schwarzenbergplatz

 

Zwei Künstler begegnen einander: der Komponist, Musiker und Regisseur Ruedi Häusermann und der Dramatiker, Librettist, Prosaautor und Filmregisseur Händl Klaus. Ersterer hat Letzteren zu diesem Zusammentreffen eingeladen.

Es sind zwei Künstler, die seit Jahren in ihren Arbeiten, mit ihren unterschiedlichen Mitteln, die Räume der Unschärfe und der Übergänge erforschen und sich der Aufgabe stellen, dem Flüchtigen, Sich-Nicht-Verfestigenden eine Gestaltung zu geben.

 

Bevor die Glocken den Sonntag einläuten können, den Tag, an dem zurückgeblickt wird auf getane Arbeit, sind noch letzte wichtige Dinge vorzubereiten. Es wird gehämmert, gezimmert, geordnet, umgestellt, ausgelesen, präpariert, der Boden verlegt, damit jedes Ding an seinem rechten Platz ist. Es ist ein prekärer Moment, wenn ein Kunstwerk, ein Musikstück oder ein literarischer Text heraustritt aus dem Schutzraum seines Schöpfers und zum ersten Mal fremden Ohren und Augen preisgegeben wird. Es ist jener Moment, wo das Selbstverständnis und die Existenzberechtigung des Künstlers zur Disposition stehen. Mit einem Mal soll sich erweisen, was es ist, was ihm die Zeit, die Monate und Jahre ausgefüllt hat, also das, was sein Leben war. Es ist entweder alles oder nichts - es kommt darauf an, ob die Luft und das Licht, dem es ausgesetzt wird, diesem zum Eigenleben verhelfen oder es absterben lassen.

 

Deshalb auch wird dieser Moment, der ein Moment der Verwandlung ist, die notwendigerweise durch die Veröffentlichung erfolgt, als Schreckens- und Glücksmoment zugleich empfunden. Er wird so lange wie möglich hinausgezögert. Es ist ein langer Weg dahin, reich an Höhenflügen und Abstürzen, an Scham und Selbstüberlistungsversuchen, doch ein Weg, der sich misst an der konkreten Arbeit, wie eine Idee sich umformt in ein zu bearbeitendes Material, wie sie Gestalt gewinnt, sich mit der Welt verhaftet, um sichtbar zu werden, wie sich einzelne Töne oder Wörter zu einem Sinn zusammensetzen, wie die Form gefunden wird, sich zu zeigen, um erkannt zu werden.

 

Händl Klaus' preisgekrönter Debutfilm "März" läuft ab Jänner 2009 im Stadtkino.

 

Besucher des Theaterstücks "Die Glocken von Innsbruck läuten den Sonntag ein" erhalten 15% Ermäßigung auf den Eintrittspreis für den Film "März" im Stadtkino Wien. Umgekehrt erhalten Kinobesucher mit ihrer Eintrittskarte an der Kassa 15% Ermäßigung für "Die Glocken von Innsbruck läuten den Sonntag ein" im Kasino am Schwarzenbergplatz.

 

Ein musik-theatralischer Abend von Ruedi Häusermann und Händl Klaus

Regie und Komposition:

Ruedi Häusermann

Regiemitarbeit: Philip Jenkins

Bühne: Muriel Gerstner, Ruedi Häusermann, Ulrich Schneider

Kostüme:Barbara Maier

Licht: Ulrich Schneider

Ton: Alexander Nefzger

Dramaturgie: Judith Gerstenberg

 

mit Gerrit Jansen

Händl Klaus,

Paul Wolff-Plottegg

 

 

 

 

REGIE Ruedi Häusermann

AUSSTATTUNG Muriel Gerstner, Ruedi Häusermann,

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑