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Uraufführung: "Die Tragödie des Teufels" von Peter Eötvös, Bayerische Staatsoper München

Premiere am Mo 22.02.2010 im Nationaltheater

 

Mit dem ungarischen Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös wurde einer der herausragendsten Musiker unserer Zeit eingeladen, mit Die Tragödie des Teufels ein neues Bühnenwerk für die Bayerische Staatsoper zu schaffen und gleichzeitig bei der Einstudierung und Uraufführung die musikalische Leitung zu übernehmen.

Seine Opern wie Drei Schwestern, Angels in America und jüngst Love and other demons werden bereits weltweit erfolgreich aufgeführt.

 

Für Die Tragödie des Teufels vertont Peter Eötvös nun einen Text aus der Feder des Schriftstellers Albert Ostermaier als „komisch-utopische“ Oper. Als Inspirationsquelle diente dem bedeutenden deutschen Dramatiker der „ungarische Faust“, Imre Madáchs Nationaldrama Die Tragödie des Menschen (1861). In diesem Stationendrama durchwandern die ersten Menschen Adam und Eva verschiedene Epochen der Menschheit und erleben die Tragödie des Menschen als Geschichte des Unrechts und Leids.

 

Bei Albert Ostermaier werden die historischen Räume aufgelöst. Er schafft virtuelle Räume der Simulation, die zeitlich nicht mehr eindeutig verortet sind. Der gefallene Engel Lucifer führt Adam und Eva durch eine Welt voller Konflikte, Missverständnisse und Ungewissheiten – eine Welt zwischen Spiel, Virtualität und Science-Fiction. Obwohl er alles zu lenken scheint, steht am Ende Lucifers Existenz auf dem Spiel: Das Böse löst sich von seiner Figur und diffundiert. So wird die Tragödie des Teufels auch zur Tragödie des Menschen, der das Böse nicht mehr zuordnen kann und es in sich selbst vorfindet.

 

Den Bühnenraum für diese neue Oper schafft das ukrainische Künstlerpaar Ilya und Emilia Kabakov. Schon in den frühen Jahren seines künstlerischen Schaffens beschäftigte sich Ilya Kabakov, zunächst als Illustrator von Kinderbüchern, eingehend mit der Verbindung von Kunst und Literatur und avancierte so zur führenden Person des Moskauer Konzeptualismus, bevor er sich dann vermehrt installativen Arbeiten widmete. Auf der Bühne des Nationaltheaters lassen Ilya und Emilia Kabakov nun eine Installation entstehen, in der der Regisseur Balázs Kovalik, Absolvent der Bayerischen Theaterakademie und seit 2007 künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper, und die Kostümbildnerin Amélie Haas die vielschichtige und groteske Tragödie des Teufels umsetzten.

 

Neben der Live-Übertragung der Uraufführung in BR Klassik wird die Vorstellung außerdem auch am 27.02.2010 ab 19.05 Uhr in Deutschlandradio Kultur übertragen.

 

Peter Eötvös

Die Tragödie des Teufels

 

Inszenierung Balázs Kovalik

Installation Ilya und Emilia Kabakov

Kostüme Amélie Haas

Licht Michael Bauer

Produktionsdramaturgie Olaf A. Schmitt

 

Eva Cora Burggraaf

Lucy Ursula Hesse von den Steinen

Adam Topi Lehtipuu 22./25./28. Feb., 9. März, 12. Juli 2010

Jussi Myllys 6. März 2010

Lucifer Georg Nigl

Die Jeriko Julie Kaufmann

Die Rumata Elena Tsallagova

Heike Grötzinger

Annamária Kovács

Der Skelton Kevin Conners

Der Strugatzi Christoph Pohl

Der L Nikolay Borchev

Der Arkanar Christian Rieger

Der Boris Wolfgang Bankl

 

Bayerisches Staatsorchester

 

Weitere Vorstellungen

Do 25.02.2010, So 28.02.2010, Sa 06.03.2010, Di 09.03.2010

Nationaltheater

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