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Uraufführung: "Fratzen" von Albert Ostermaier im Nationaltheater Mannheim

Premiere am Sa. 28.02. um 19.30 Uhr im Schauspielhaus

 

Eine Trauerfeier in der Bayerischen Provinz. René, Journalist und ehemals erfolgreicher Politiker, wird von seiner Familie und engen Freunden, die zur Beerdigung aus der Stadt angereist sind, zu Grabe getragen.

 

Noch während des Begräbnisses tauchen Tonbandprotokolle des Toten auf, die die Trauergemeinde zutiefst verstören. Wer war dieser René, der vor seiner politischen Karriere Rainer hieß und als uneheliches Kind im tiefsten Bayern aufwuchs, der sich in seiner Jugend bis zur Unkenntlichkeit mit seiner Umwelt zu assimilieren versuchte? Und später, in einem zweiten Leben, sich als Galionsfigur einer glaubwürdigen, nicht korrumpierbaren Politik neu erfand, bis er schließlich das Opfer eines innerparteilichen Machtkampfes und einer infamen Schmutzkampagne wurde?

 

Ostermaier zeichnet das Portrait eines zwischen Angepasstheit und radikaler Selbstbehauptung innerlich zerrissenen Menschens, der mit sich und seiner Umwelt, der eigenen Familie und den ehemaligen Politikerfreunden, ihren Machenschaften, Intrigen und Lügen schonungslos ins Gericht geht. Im Sterben hält er ihnen allen einen Spiegel vor, in dem sie sich erkennen und ihre Gesichter sich zu Fratzen entstellen.

 

Der Lyriker, Dramatiker und ehemalige Mannheimer Hausautor Albert Ostermaier veröffentlichte im Frühjahr 2008 seinen ersten Roman Zephyr und schrieb für die 14. Internationalen Schillertage 2007 das Auftragswerk Schwarze Minuten.

 

 

Inszenierung

Burkhard C. Kosminski

Bühne

Florian Etti

Kostüme

Lydia Kirchleitner

Musik

Hans Platzgumer

Dramaturgie

Katharina Blumenkamp

 

weitere Aufführungen

03. März 2009

12. März 2009

04. April 2009

19. April 2009

 

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Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



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