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Uraufführung: Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart mit "Out of the Box II"

Premiere 18. Dezember 2010, 20:30 Uhr, T3, Theaterhaus Stuttgart

Mit Stücken von Armando Braswell, Eric Gauthier, Marianne Illig, William Moragas und Garazi Perez Oloriz

 

Neun Stücke purzeln kurz vor Weihnachten aus dem Geschenkpaket, das die Theaterhaus-Company Gauthier Dance für ihr Publikum geschnürt hat.

 

Wieder bietet der gemischte Ballettabend den Tänzern der Truppe die Gelegenheit, sich auch choreographisch zu erproben. Eine Chance, die sie schon beim erfolgreichen Vorläufer “Out of the Box I” mit Begeisterung und Bravour genutzt haben. Dazu kommen vier Beiträge des Künstlerischen Leiters Eric Gauthier, darunter “Dear John,” – ein getanzter Brief an den großen John Cranko, der die frisch gekürten Deutschen Tanzpreisträger 2011, Egon Madsen und Eric Gauthier, einmal mehr auf der Bühne vereint.

 

Neben den live getanzten Arbeiten wartet der Abend mit einer ganz außergewöhnlichen Premiere auf: der Uraufführung von “Threesome 3D”. Regisseur Niko Vialkowitsch hat Gauthiers Stück im Oktober komplett in 3D aufgenommen – für Deutschland die erste Aufzeichnung einer kompletten Choreographie überhaupt. Wie im Kino werden den Zuschauern vorher Brillen verteilt, damit sie den Film in originaler 3D-Optik sehen können.

 

Dear John, – Uraufführung

Choreographie: Eric Gauthier

Tanz: Eric Gauthier, Egon Madsen

Musik & Piano: Francis Rainey

Das 50. Jubiläum steht kurz bevor: 1961 nahm John Cranko den Ruf zum Direktor des Stuttgarter Balletts an. Mit 18 Jahren kam Eric Gauthier selbst an das Haus, an dem sich Crankos Geist bis heute den nachfolgenden Tänzergenerationen geradezu osmotisch zu vermitteln scheint. Nun hat Gauthier dem großen Choreographen ein eigenes Stück gewidmet – für sich selbst und Crankos Startänzer und Gauthier-Dance Company-Coach Egon Madsen. Live mit von der Partie ist auch Crankos Pianist Francis Rainey, der die Musik zu dem Stück komponiert hat. Gemeinsam tauchen die drei ein in einen Erinnerungsprozess, der Cranko im Tanz lebendig werden lässt.

 

Tight Spaces – Uraufführung

Choreographie: Armando Braswell

Tanz: Armando Braswell, Isabelle Pollet-Villard

Musik: Philip Glass

Jede Beziehung hat und braucht ihren “Raum” – das komplizierte Zusammenspiel von Nähe und Abstand. Armando Braswell erkundet diesen Raum und erzählt damit gleichzeitig die Geschichte einer Liebe und einer Trennung.

 

The Three Little Pigs – Uraufführung

Choreographie: Armando Braswell

Tanz: Maria Deller-Takemura, Rosario Guerra, Garazi Perez Oloriz, Isabelle Pollet-Villard

Musik: Georg Friedrich Händel

Alle Welt kennt das Märchen von den drei kleinen Schweinchen: Jedes hat sich ein Haus gebaut, eines aus Stroh, eines aus Holz und eines aus Stein. Der Wolf zerstört die ersten beiden, erst bei dem Haus aus Stein gelingt es ihnen, den hungrigen Wolf zu stoppen. Doch wie wäre es im echten Leben? Armando Braswell gibt darauf eine unvermutete Antwort.

 

Showtime

Choreographie: Eric Gauthier

Tanz: Marianne Illig, William Moragas

Musik: Philip Kannicht, Georges Bizet

Kostüme: Marianne Illig

Eric Gauthiers humorvoller Beitrag zur großen Gala des Berliner Staatsballetts im September feiert nun auch in Stuttgart Premiere, diesmal mit Tänzern aus Gauthiers eigenem Ensemble. In amüsanten Szenen rund um eine “Carmen”-Aufführung spielt er die Aufregung vor dem Auftritt ebenso durch wie die Klischees von spanischer Leidenschaft und dramatischem Bühnentod.

 

Akari – Uraufführung

Choreographie: Marianne Illig

Tanz: Maria Deller-Takemura, William Moragas

Musik: Youmi Kimura (aus dem Film “Chihiros Reise ins Zauberland” von Hayao Miyasaki), Joe Hisaishi (aus dem Film “Prinzessin Mononoke” von Hayao Miyasaki)

Akari heißt auf Japanisch Licht. Mit einem Spiel aus Licht und Schatten zeichnet Marianne Illig ein poetisches Bild von der zarten Schönheit dieser Kultur. Inspirieren ließ sie sich dazu nicht nur von ihrer Beschäftigung mit der japanischen Sprache, Kalligraphie und Kampfkunst, sondern auch von ihrer japanischen Kollegin Maria Deller-Takemura, die bei dieser Gelegenheit übrigens ihr erstaunliches Gesangstalent unter Beweis stellt.

 

Threesome 3D – Film – Uraufführung

Choreographie: Eric Gauthier

Tänzer: Isabelle Pollet-Villard, Armando Braswell, William Moragas

Musik: René Aubry

Regie und Projektleitung Film: Niko Vialkowitsch

Kamera: Andreas Tonndorf

Tanz ist nur sehr schwer auf 3D aufzunehmen. Zu schnell sind die Bewegungen, zu heftig die Schwingungen des Tanzbodens für die präzise justierten Kameras. “Threesome 3D” ist daher eine echte Pioniertat und konkret die erste Aufzeichnung einer kompletten Choreographie in 3D, die in Deutschland erscheint. Der Regisseur Niko Vialkowitsch hat die richtige Erfahrung. Mit Das Auge 3D über das weltweit größte Teleskop in der chilenischen Atacama-Wüste zeichnete er für Produktion und Regie des ersten deutschen Dokumentarfilms in 3D verantwortlich.

 

A Single Man – Uraufführung

Choreographie: William Moragas

Tänzer: Rosario Guerra

Musik: Max Richter

Kostüm: Trussardi / Mario Dice

William Moragas hat seinem Kollegen Rosario Guerra Bilder von Trauer, Liebe und Erinnerung auf den Leib choreographiert. Eine reiche, beseelte Bewegungssprache entfaltet sich, die von einem Mann erzählt, der ein einzelner ist: “a single man”.

 

Rouge Lippen Fish – Uraufführung

Choreographie: Garazi Perez Oloriz

Tänzer: Maria Deller-Takemura, Garazi Perez Oloriz, Isabelle Pollet-Villard, Miguel Angel Collado Sánchez

Musik: Goran Bregovic, Iggy Pop

Bühne: Garazi Perez-Oloriz

Kostüme: Garazi Prerez-Oloriz / Marianne Illig

”People think I am catching fish but I listen to their dreaming.”

Mit den Mitteln der Choreographie geht Garazi Perez Oloriz der Frage auf den Grund, wovon Fische träumen und warum Menschen angeln. Die Filmmusik von Goran Bregovic und Iggy Pop (”Arizona Dream”) inspirierte das jüngste Mitglied von Gauthier Dance zu surrealen und humorvollen Bildern voll getanzter Präzision.

 

Bang – Uraufführung

Choreographie: Eric Gauthier

Tanz: Garazi Perez-Oloriz, Armando Braswell

Musik & Schlagzeug: Rainhardt Albrecht-Herz

Kostüme: Marianne Illig

Mit seinen knallharten, metallischen Beats sorgt Gauthiers Bandkollege Rainhardt Albrecht-Herz für den Puls des Stücks, irgendwo zwischen Jazz, Rock 'n' Roll und Rap. In Richtung Explosion bewegt sich auch das knisternde Duo Garazi Perez-Oloriz und Armando Braswell. Brandgefährlich!

 

****

 

Gauthier Dance ist ein junges dynamisches Ensemble von acht vielseitigen Tänzerpersönlichkeiten unter der Leitung des Choreographen, Tänzers und Musikers Eric Gauthier. Ganz dem zeitgenössischen Tanz verpflichtet, präsentiert die Company des Theaterhauses Stuttgart Werke von Gauthier und von renommierten zeitgenössischen Choreographen wie Mauro Bigonzetti, William Forsythe, Jiří Kylián, Itzik Galili, Paul Lightfoot/Sol Léon und Hans van Manen. Gauthier, der im Februar 2011 mit dem Deutschen Tanzpreis »Zukunft« 2011 für Choreographie ausgezeichnet wird, setzt in seinen Arbeiten auf originelle Ideen, Humor und hohe theatrale Wirksamkeit. Sein selbst erklärtes Ziel ist es, mit zugänglichen Stücken ein neues Publikum für den zeitgenössischen Tanz zu gewinnen. Bislang ist die Rechnung aufgegangen: Seit dem Start im Januar 2008 erfreut sich Gauthier Dance erkennbar der Gunst von Publikum und Presse – mit exzellenten Kritiken und regelmäßig ausverkauften, umjubelten Vorstellungen. Inzwischen ist die Company nicht nur zur festen Größe in der Kulturszene von Stuttgart und der Region avanciert. Mit ihrem ansprechenden Repertoire tourt sie national und weltweit. In der Spielzeit 2009/2010 wurde Gauthier Dance zu 15 Gastspielen ins In-und Ausland eingeladen, darunter München, Bonn, Luxembourg, Sofia, Linz und Houston. Darüber hinaus engagiert sich die Company mit einem umfangreichen sozio-kulturellen Programm: Gauthier Dance Mobil bringt den Tanz zu Kindern und Jugendlichen, Senioren und Menschen mit Behinderungen oder in psychischer Rehabilitation.

 

Mehr Informationen unter www.theaterhaus.com

 

Gauthier Dance wird unterstützt von dem Fashion- und Lifestylehaus Breuninger in Stuttgart, der Germanwings GmbH, der John Cranko Gesellschaft und den First Friends und Friends of Gauthier Dance.

 

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