Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Geidorf’s Eleven" - Eine Schuldenperformance - im Schauspiel GrazUraufführung: "Geidorf’s Eleven" - Eine Schuldenperformance - im Schauspiel...Uraufführung: ...

Uraufführung: "Geidorf’s Eleven" - Eine Schuldenperformance - im Schauspiel Graz

PREMIERE am 11. November 2016, 20.00 Uhr, HAUS ZWEI. -----

Das Verhältnis von Schein und Sein, das besonders in bürgerlichen Zusammenhängen oft ein problematisches ist, ist zugleich eine Quelle unendlich lohnenswerter Themen und Stoffe, anhand derer sich diese Thematik abbilden lässt. Hier mit einem schmerzhaften Thema, das im Großen wie im Kleinen die Basis unserer Wirtschaftslogik ist und für das Funktionieren unserer Gesellschaft sorgt: Schulden.

Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom Theater im Bahnhof – seit Jahrzehnten unter anderem als Spezialisten für die dokumentartheatralische Stadterkundung bekannt – wird dafür ein ganz besonderer Grazer Stadtteil ins Visier genommen: das als wohlhabend bekannte Geidorf.

Wir wagen einen Blick über die hohen Hecken, hinter die bürgerlichen Fassaden der prächtigen Villen und in die Seelen ihrer Bewohner*innen, wo nicht selten tiefe Abgründe klaffen. „Ocean’s Eleven“, die Verbrecherkomödie mit George Clooney, Brad Pitt, Julia Roberts und anderen Hollywood-Stars, ist Ausgangspunkt und Inspiration für das Rechercheprojekt. „Geidorf’s Eleven“ wird von Schuldenfallen, Opferhaltungen, Verdrängen, Versagen, Ausweglosigkeit und verbrecherischer Kreativität, Sucht und Sehnsucht, Scham und Schande erzählen – und vom Streben nach Würde und dem Recht, das jede und jeder darauf hat.

 

Das Stück wird auf Basis von Recherchen und Fragestellungen zum Thema Schulden entwickelt und mit Schauspieler*innen aus beiden Institutionen aufgeführt.

 

Zum Regisseur

Helmut Köpping

Geboren 1967. Seit 1989 Mitglied des Theater im Bahnhof. Helmut Köpping wirkte unter anderem bei „LKH, Arland Mysteries“ (Schauspielhaus Graz), „Nicht einmal Hundescheiße“, „Zwischen Knochen und Raketen“ (steirischer herbst), „Frau Merkel geht in Therapie“ (Staatstheater Mainz), „Death of a Cardholder“ (Göteborgs Dans & Teater Festival), „Der große Kehraus“ (Staatstheater Mainz, 2014) mit und war Co-Regisseur beim Spielfilm „Hotel Rock’n’Roll“ mit Michael Ostrowski (Premiere im Sommer 2016).

 

Regie Helmut Köpping

Bühne und Kostüme Heike Barnard

Dramaturgie Monika Klengel, Karla Mäder

 

Mit Vera Bommer, Beatrix Brunschko, Pia Hierzegger, Gabriela Hiti, Silvana Veit, Martina Zinner

 

Kooperation mit dem Theater im Bahnhof

 

weitere Vorstellungen am 14. und 17. November, jeweils 20.00 Uhr, sowie ab Dezember

 

Tickets

T 0316 8000, F 0316 8008-1565, E tickets@ticketzentrum.at

I www.schauspielhaus-graz.com

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑