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Uraufführung im schauspielhannover: "Ich bin nur vorübergehend hier" von Tankred Dorst

Botschaften aus dem Niemandsland

Mitarbeit: Ursula Ehler

Premiere am 7. Oktober 2007 um 19.30 Uhr im Foyer des Schauspielhauses

 

Isoliert von der Gesellschaft leben die Alten im Niemandsland. Sie versuchen, mit den Rudimenten ihrer Biografie umzugehen, sich zu erinnern.

Sind sie schuldig geworden und deshalb hier in die Verbannung geraten? Vom Krieg traumatisiert, von Gedächtnisverlust heimgesucht, müssen sie miteinander auskommen so gut es eben geht. Sie schimpfen, lästern, verspotten einander, fortgeschrittene Verbitterung trifft auf Euphorie, Euthanasie auf Suizid. Ein Wütender will eine Revolution anzetteln gegen alle, die jung sind. Ein mysteriöses Kind im roten Kleid taucht auf und bringt durch sein Erscheinen Aufregung und Abwechslung unter die Alten. Doch plötzlich ist das Mädchen – oder ist es ein Junge? – spurlos verschwunden.

 

In der detailgenauen Auseinandersetzung mit dem Alter geht Tankred Dorst in seinem jüngsten Stück bis an die Grenzen des Surrealen. Tankred Dorst zählt zu den prägenden Autoren der deutschen Dramatik. Der 1925 geborene Büchner- und Max-Frisch-Preisträger schrieb in über vier Jahrzehnten mehr als 30 Dramen, in denen er immer wieder mythische, politische oder historische Stoffe aufgriff. 1981 kam „Merlin oder Das wüste Land“ zur Uraufführung, eine der umfangreichsten Textpartituren der Nachkriegsgeschichte. 2006 hat Dorst den „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen inszeniert.

 

Regie Julia Hölscher

Bühne Christina Mrosek

Kostüme Ulli Smid

Musik Tobias und Susanne Vethake

Dramaturgie Beret Evensen

 

Mit Ingeborg Berns, Robert Brand, Sibylle Brunner, Ernst-Erich Buder,

Imogen-Maria Coupke, Illo Geißler, Klaus-Peter Haase, Alfred Herms, Lucia

Irvin, Diego Léon, Horst Meister, Gabriele Mittler-Gerstenberger, Achim

Niedziella, Gerd Peiser, Friedrich W. Rasch, Heide Rüter-Alliu,

Lore Stefanek, Emilia Zimmermann

 

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