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Uraufführung im Thalia Theater Hamburg: DANN HEUL DOCH! EINE SZENISCHE INSTALLATION ZUM POSTFEMINISMUS von Friederike Heller

Premiere 28. Februar um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

 

Feminismus war gestern. Das hat auch mit Judith Butler zu tun. Zu Beginn der 90er Jahre hatte sie mit ihrem Buch ‚Gender Trouble’ die Unterscheidung von „sex“, dem biologischen, und „gender“, dem sozialen Geschlecht radikalisiert.

„Doing gender“ lautete ihre Parole. Denn Geschlecht sei etwas, das eingeübt wird, nichts Natürliches. Dem Feminismus alter Schule hat die Theorie Butlers vor allem den reflexiven Boden entzogen: denn was ist schließlich das Weibliche, wenn es potentiell unzählige Geschlechter gibt, nicht mehr Frau und Mann? Fortan brauchte es neue Antworten, neue Fragen. Heute gibt es die eine feministische Bewegung nicht mehr, auch das zeichnet den Postfeminismus aus. Viele Einzelstimmen bestimmen das Bild. Und: Cool wollen Teile des neuen Feminismus sein, ideologiefrei, Spaß soll er machen.

Es ist doch schön, alles im Griff zu haben, Beruf, Partnerschaft, das eigene

Selbstbild, selbst die Demographie.

 

Die Regisseurin Friederike Heller, ihr Musiker Peter Thiessen, Sänger und

Gitarrist der Hamburger Band ‚Kante’, und das Thalia-Ensemble feiern den

Postfeminismus! Denn Jana Hensel, Meredith Haaf und Charlotte Roche werden da sein. Alice Schwarzer wurde versehentlich eingeladen, aber dann

gleich wieder ausgeladen. Und auch Sylvia Plath ist ja schon lange tot.

Oder? Na ja. In jedem Fall: feiern sie mit!

 

Regie Friederike Heller

Bühne und Kostüme Sabine Kohlstedt

Dramaturgie Benjamin von Blomberg

 

Es spielen Lisa Hagmeister, Andreas Köhler, Hans Löw, Peter Maertens,

Vivien Mahler, Angelika Thomas

 

Weitere Vorstellungen am 3. und 7. März um 20 Uhr

Eintritt Premiere 24 Euro | ermäßigt 10,50 Euro

Eintritt Vorstellungen 18 Euro | ermäßigt 8 Euro

Karten 040. 32 81 44 44 | www.thalia-theater.de

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