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Uraufführung in der Oper: HÖRTHEATER – STERNENHIMMEL - Staatstheater Mainz

Premiere am 16. November 2014, 21 Uhr im Glashaus. -----

In den drei Stationen Sternenhimmel, Aus der Tiefe und Sounds for a while verbinden Regisseur Anselm Dalferth und Instrumentalisten des Philharmonischen Staatsorchesters, Solisten des Ensembles und Gäste unterschiedliche Werke zu einer visuellen Klangentdeckungsreise.

 

Nichts klingt, wie es klingt. Sondern alles klingt, wie wir es hören. Was wir aber hören, hängt stark davon ab, in welcher Situation und an welchem Ort wir uns befinden – und was wir dabei sehen. Denn unser Auge hört mit.

 

Die Reihe Hörtheater, die in dieser Spielzeit mit drei Projekten beginnt, erkundet daher Raumklänge und Klangräume für und mit Ohren und Augen. In Klanginstallationen, szenischen Konzerten und Musiktheater werden wir überraschende Auseinandersetzungen gewagt, wird das Publikum eingeladen, mal sitzend, mal stehend, mal mitten im musikalischen Geschehen sich bewegend, dabei zu sein. Dafür steht das reiche Klangmaterial der Musik bis ins 21. Jahrhundert zur Verfügung, das in ortsgebundene Zusammenhänge gebracht wird.

 

Im Glashaus, der Spielstätte des Staatstheaters, die dem Himmel am nächsten ist, funkeln die Sterne: Atlas Eclipticalis 1950.0, ein Sternenatlas, der 1958 von dem tschechischen Astronomen Antonín Becvár herausgegeben wurde, diente dem amerikanischen Komponisten John Cage zur Vorlage für seine gleichnamige Komposition. Cage machte aus den Sternkarten Musik, indem er sie auf Papier übertrug. In Sternenhimmel wird die Komposition für Orchester immer wieder von unerwarteten klanglichen und szenischen Einzelaktionen überlagert, die sich aus Werken Cages und elektronisch variierten Liedern über Sonne, Mond und Sterne aus verschiedenen Epochen zusammensetzen. Dem klingenden Sternenreich gegenüber steht mit Mauricio Kagels Himmelsmechanik ein Werk über die kaputte Natur — ein Himmel auf Krücken (Kagel). Die Akteure sind in Sternenhimmel wie einzelne Sterne im Raum verteilt, und das Publikum ist mittendrin. Vorsicht vor schwarzen Löchern!

 

Musikalische Leitung Atlas Ecclipticalis: Samuel Hogarth,

Inszenierung: Anselm Dalferth,

Bühne: Christian Thurm,

Kostüm: Birgit Kellner,

Graffiti: Cédric Pintarelli (Sweetuno),

Licht: Jürgen Sippert, Dramaturgie: Ina Karr

 

Mit Geneviève King; Stephan Bootz, Alin-Ionut Deleanu, Samuel Hogarth, Paul-Johannes Kirschner, Florian Küppers, Cédric Pintarelli

 

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

 

weitere Spieltermine: 22.11. (22 Uhr), 25.11. (21.30 Uhr) sowie 12.12. (21.30 Uhr)

 

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