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Uraufführung in Osnabrück: "Der Entenfreund" von Gerhard Meister

Premiere 21. Januar 2006

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Einer ist einfach ausgestiegen und spurlos verschwunden. Zurückgelassen hat er all das, was man gemeinhin als Garanten für ein glückliches Leben ansieht: die Frau, das Haus, die Arbeit.

Er hat es vorgezogen, Enten füttern zu gehen. Seine Mitmenschen sind ratlos. Warum tut so einer das? Und sie sind wütend, denn sein unerklärliches Verhalten stellt ihre scheinbar selbstverständliche Lebensführung infrage. – Gerhard Meisters neustes Stück kreist um einen Abwesenden, der selbst nicht zu Wort kommt, aber anwesend ist in den Erklärungsversuchen seiner Mitmenschen. Aus unterschiedlichen Perspektiven entsteht so die Skizze eines Menschen, der keine Lust mehr hatte, nur „zu funktionieren“, und zugleich eine satirische Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft.

 

Gerhard Meister, 1967 im Emmental/Schweiz geboren, studierte bis 1995 Geschichte und Soziologie an der Universität Bern und arbeitete danach als Journalist. Sein erstes Theaterstück AUSLÖFFELN. EIN WEIHNACHTSSTÜCK wurde 1995 uraufgeführt. Weitere Theaterstücke u.a.: MIESCHERS TRAUM, (UA Theater an der Winkelwiese, Zürich 2003); STILLEBEN HERR MIT KÄTZCHEN (Auftragsarbeit für das Staatstheater Braunschweig, 2004). Für DER ENTENFREUND erhielt er 2004 den Stückepreis der Société Suisse des Auteurs.

Seit 1995 tritt Gerhard Meister erfolgreich mit Andres Lutz als skurriles Kabarett-Duo unter dem Namen „Geholten Stühle" auf.

 

 

Regie: Matthias Kaschig

Bühne und Kostüme: Michael Böhler

Musik: Tobias Vethake

 

Mit: Nicole Averkamp, Katharina Quast, Anjorka Strechel; Johannes Bussler, Steffen Gangloff, Dietmar Nieder

 

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