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Uraufführung: INSAN. INSAAT. ISTANBUL. (Mensch. Baustelle. Istanbul.), Musiktheaterstück von Ali N. Askin, Wuppertaler BühnenUraufführung: INSAN. INSAAT. ISTANBUL. (Mensch. Baustelle. Istanbul.),...Uraufführung: INSAN....

Uraufführung: INSAN. INSAAT. ISTANBUL. (Mensch. Baustelle. Istanbul.), Musiktheaterstück von Ali N. Askin, Wuppertaler Bühnen

Premiere 29. Mai 2011, 18.00 Uhr im Kleinen Schauspielhaus. -----

 

Zum Motor und Thema seiner Komposition macht Askin in diesem Musiktheaterstück seine Stadt Istanbul, in der er nie gelebt hat, die er aber seit seiner Kindheit regelmäßig besucht.

 

Er spürt den Klängen nach, die diese Stadt hervorbringt: in ihrer Musik, in den Geschichten, die von ihr erzählen, der Historie, die sie erfahren hat, den Stimmen ihrer Bewohner und ihrer Besucher, ihrer Eroberer und Verteidiger, den Äußerungen des Leids, das die Stadt ihren Einwohnern zufügt, und der Lust, die es macht, in ihr zu leben.

 

Eine Stadt, die als einzige Metropole der Welt zwei Kontinenten angehört, die zudem zwei Kulturräume trennt (oder vereinigt, je nach Sicht auf die Dinge), eine Stadt, die seit einigen Jahren als interessanteste, lebendigste und vielfältigste Stadt der Welt apostrophiert wird, eine Stadt, an der

gebaut wird mit hochfliegenden und zerstörerischen Masterplänen an der einen Stelle, an der anderen planlos wie ein selbstorganisierter Organismus: Mensch. Baustelle. Istanbul.

 

Als Sohn türkischer Einwanderer 1962 in München geboren, studierte Askin von 1982 - 86 an der dortigen Musikhochschule (Komposition bei Wilhelm Killmayer). Ende der 80er/ Anfang der 90er Jahre arbeitete er als Komponist, Musiker und musikalischer Leiter u.a. am Residenztheater, Münchner Kammerspiele, Zürcher Schauspiel und Schauspiel Düsseldorf. In den Jahren 1991 - 93 war er Assistent von Frank Zappa für das Projekt 'The Yellow Shark' (mit dem Ensemble Modern); bis heute arbeitet Askin für den 'Zappa Family Trust', indem er Kompostionen und Aufnahmen Zappa's arrangiert und transkribiert. Seit 1993 entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit Heiner Goebbels.

 

So z.B. erstellt Askin bei dem Orchesterprojekt 'Surrogate Cities' die Transkriptionen und Orchestrationen. Seit Mitte der 90er arbeitet Askin für den Rundfunk (Hörstücke für den Bayerischen Rundfunk, WDR, SWR und DeutschlandRadio) und für Fernsehen und Film (ZDF, WDR, NDR, ARTE, SAT1, PRO7) – z.B. 'Sieben Monde', 'Ratten' (ARTE/WDR - Grimme-Preis). Unter dem Projektnamen s-nemek veröffentlicht er experimentelle, elektronische Musik. Bis 1992 lebte Askin in München, 1993 bis 2000 in Wuppertal (1999 und 2000 auch in Los Angeles), und seit 2001 in Berlin.

 

Musikalische Leitung: Tobias Deutschmann

Inszenierung: Johannes Weigand

Bühne: Moritz Nitsche

Kostüm: Judith Fischer

Dramaturgie: Johannes Blum

 

Mit: Banu Böke, Miriam Ritter, Thomas Schobert, Konstantin Stavridis, Ute Zehlen

Statisterie der Wuppertaler Bühnen

Sinfonieorchester Wuppertal

 

Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Gefördert im Rahmen von Fonds Neues Musiktheater 2011

 

Die nächsten Vorstellungen sind am 04. / 05. und 11. Juni 2011 im Kleinen Schauspielhaus.

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