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Uraufführung: LILJA 4-EVER nach dem Film von Lukas Moodysson

am 15. April 2008 um 20.00 Uhr im Werkraum der Münchner Kammerspiele

 

Die 16-jährige Lilja ritzt Lilja 4-ever in eine Bank. Keiner kann sie davon abhalten, nicht die halbstarken Jungs, die sie umstellen und bedrängen und auch nicht der jüngere Volodya, ihr Verbündeter und bester Freund.

Lilja sagt, ich muss das hier noch zu Ende bringen, und bringt es zu Ende. Sie hinterlässt ein vages Zeichen ihrer Existenz in einem Land, das sich nicht für seine Kinder interessiert, bevor sie dieses für immer verlassen wird.

 

Nach FUCKING ÅMÅL und ZUSAMMEN! erzählt der schwedische Schriftsteller und Filmemacher Lukas Moodysson in seinem dritten Spielfilm LILJA 4-EVER, eine zutiefst beunruhigende und desillusionierend reale Geschichte unserer Gegenwart. Sie beginnt in den Plattenbauten eines namenlosen Landes der ehemaligen Sowjetunion und endet im Herzen Europas, in der Zwangsprostitution.

 

Nachdem Lilja von ihrer Mutter, die sich selbst in ein besseres Leben nach Amerika rettet, verlassen wurde, gerät sie in immer größere Armut und beginnt, um überleben zu können, ihren Körper zu verkaufen. Dabei lernt sie Andrei kennen, der verspricht, mit ihr nach Schweden zu ziehen. Und schließlich setzt er sie allein in den Flieger. Mit seinen konzentrierten, wortkargen Dialogen gelingt es Moodysson, den Freiraum für eine Bildwelt zu erfinden, die einprägsam schlicht und poetisch scharf ist und in ihren intensivsten Momenten eine subtile Transzendenz berührt. Lilja und Volodya sitzen hoch über den Dächern der Stadt unter dem Himmel. Diese Position macht Moodyssons zentrale Figuren, die immer Kinder und Teenager sind, unantastbar, auch wenn die Welt sie vernichtet. Ihre kindliche Unfertigkeit birgt sie in einem größeren Zusammenhang. Diese erzählerische Intensität macht neugierig, den Drehbuchtext als Ausgangspunkt zu nehmen, um mit den Mitteln und der Präsenz des Theaters dieselbe Geschichte anders zu erzählen.

 

Roger Vontobel arbeitet an zahlreichen Theaterhäusern, u.a. in Essen, Hamburg und Berlin. 2006 wurde Roger Vontobel von Theater heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt und hat den Preis für "Junge Regie" erhalten, der im Rahmen des Gertrud-Eysoldt-Preises vergeben wird. An den Münchner Kammerspielen hat er MONSUN und zuletzt DIE FAMILIE SCHROFFENSTEIN inszeniert.

 

Regie Roger Vontobel

Bühne Natascha von Steiger

Kostüme Eva Martin

Dramaturgie Ruth Feindel

Musik Murena

Licht Christian Schweig

 

Mit

Daniela Britt

Lasse Myhr

Jochen Noch

Katharina Schubert

Murena

 

 

 

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