Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Niemandsland" in der Neuköllner Oper BerlinUraufführung: "Niemandsland" in der Neuköllner Oper BerlinUraufführung:...

Uraufführung: "Niemandsland" in der Neuköllner Oper Berlin

Premiere am 1. März 2007,

Kammeroper von Winfried Radeke (Musik), Ulrike Gondorf und Michael Frowin (Text).

Diese Kammeroper – die erste Zusammenarbeit des Gründers der Neuköllner Oper Winfried Radeke mit dem Librettisten der 2002 uraufgeführten Nationaloper Angela - ist eine generationsübergreifende Suche nach Elementen gemeinsamer Wahrheit.

 

Sie ist der Versuch der Verortung der unterschiedlichen Erinnerungen einer Familie, deren Wege und Überreste Fragen der Verantwortlichkeit aufgeworfen haben und nun letztlich ein Zusammentreffen erzwingen, zu dem – endlich! – Gemeinsamkeiten gefunden und ein denkbarer Weg für die Zukunft entworfen werden soll. Zukunft als Bedingnis einer belasteten Vergangenheit ist (neben der globalen Thematik, die uns und unsere Erben mehr und mehr beschäftigen wird) eben auch ein privates Thema der mit ihrer Existenz beschäftigten Familien.

Steht zu befürchten, dass uns in Zeiten zunehmender Belastungen aus der Vergangenheit eben auch die einst beschworene „Keimzelle unserer Gesellschaft“ in der Zukunft nurmehr ödes „Niemandsland“ wird?

 
Die Neuköllner Oper platziert diesen spannungsgeladenen Kraftakt ins möblierte und damit familiär anwesende Gedächtnis, die eng zusammengestellt im Studio der Karl-Marx-Straße vier Vergangenheiten atmen – die von Vater, Mutter und den Söhnen. Die verschiedenen Zeitebenen werden auch musikalisch/akustisch repräsentiert: Hörbilder, die eine Erinnerung oder aber andere Gedanken „spiegeln“, begegnen den in „Realzeit“ mitgeteilten Worten. Beides muss zusammenstimmen, um die Zukunft denkbar zu machen...

 

Regie: Ulrike Gärtner  Bühne: Wolf Gutjahr  Kostüme: Wiebke Horn  Dramaturgie: Bernhard Glocksin

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑