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Uraufführung: ONKEL PRÄSIDENT - Musikalische Farce von Friedrich Cerha und Peter Wolf, Staatstheater am Gärtnerplatz München

1. Juni 2013 um 19.30 Uhr im Prinzregententheater. -----

Friedrich Cerha, fraglos einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten, nähert sich in seinem neuesten Werk, das auf Ferenc Molnárs Bühnenstück »Eins, zwei drei« basiert, welches in Billy Wilders Verfilmung zu Weltruhm kam, dem komischen Sujet und reflektiert gleichzeitig auf unterhaltsame Weise die Stellung der modernen Oper.

Er schuf gemeinsam mit dem Textdichter Peter Wolf eine »Musikalische Farce«, eine an Tempo und musikalischen Anspielungen reiche Komödie, die immer wieder die Kunstform Oper auf die Schippe nimmt.

 

Cerha zeichnet die Wandlung des Fahrradboten Josef Powolny zum Spitzenmanager mit Adelsprädikat. Der »Onkel« Präsident, allmächtiger Chef eines Stahlkonzerns, zieht die Fäden, um einen präsentablen Ehemann für die Millionenerbin Melody Moneymaker zu »erfinden«.

 

Mit »Onkel Präsident« ist dem 87-jährigen Siemens-Musikpreisträger Cerha ein vitales Lebenszeichen nicht nur seiner Kunst, sondern der verblasst geglaubten »Komischen Oper« überhaupt gelungen. Friedrich Cerha nähert sich in seiner Musikalischen Farce dem komischen Sujet und reflektiert gleichzeitig auf unterhaltsame Weise die Stellung der modernen Oper – etwa, wenn der Tenor mit dem Kapellmeister in Streit gerät, ob er seine Arie nun singen darf, oder wenn derselbe Kapellmeister vom Präsidenten gerügt wird, er dirigiere »zu laut, man versteht ja sein eigenes Wort nicht«. Eingerahmt wird die turbulente Handlung von der Zwiesprache des Präsidenten mit einem bejahrten Komponisten. »In Ihrem Alter hatte Verdi den ›Falstaff‹ schon fertig«, meint der Präsident zu Anfang vorwurfsvoll, um schließlich zu resümieren: »Der ›Falstaff‹ ist ja doch nicht zu übertreffen.«

 

frei nach dem Bühnenstück »Eins, zwei, drei« von Ferenc Molnár

 

Musikalische Leitung Marco Comin

Regie Josef E. Köpplinger

Bühne Johannes Leiacker

Kostüme Marie-Luise Walek

Dramaturgie Christoph Wagner-Trenkwitz

 

Der Komponist Robert Holl

Der Präsident Renatus Mészár

Melody Moneymaker Susanne Ellen Kirchesch

Mummy Moneymaker Snejinka Avramova

Daddy Moneymaker Martin Hausberg

Fräulein Flink Elaine Ortiz Arandes

Fräulein Flott Ann-Katrin Naidu

Fräulein Flugs Frances Lucey

Dr. Fleißig Stefan Cerny

Dr. Gefällig / Dr. Pillerl Derrick Ballard

Deodatus Graf Schrullenhuf-Wullersdurff Juan Carlos Falcón

Die fünf Mitglieder des Aufsichtsrates Dirk Lüdemann, Adrian Sandu, Thomas Hohenberger, Marcus Wandl, Stefan Thomas

Josef Powolny Paul Schweinester

Didi Kvača / Zwirn Ernst Dieter Suttheimer

Monsignore Campanile Holger Ohlmann

 

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

Weitere Vorstellungen am 3., 9., 11., 13. und 14. Juni

Vorstellungsbeginn um 19.30 Uhr, am 9. Juni um 18.00 Uhr

 

Einführungsmatinee ONKEL PRÄSIDENT

Moderation: Christoph Wagner-Trenkwitz (Chefdramaturg der Volksoper Wien)

Beginn ist um 11.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de, Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

 

 

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