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Uraufführung: SALE von Georg Heinzen im Salzburger Landestheater

Premiere 25. Jänner 2013, 19.30 Uhr, Kammerspiele. -----

Familie Neumann: der Vater arbeitslos, die Mutter Supermarktverkäuferin, die Tochter ein rebellischer Teenager mit enervierendem Freund. Der ganz normale Wahnsinn. Bis eines Tages plötzlich ein kinderloses, neureiches Yuppiepärchen in der Küche steht.

Das Land ist pleite, hat die Familie samt Schulden en gros an ein internationales Bankenkonsortium verkauft, und wird von diesem nun stückchenweise verscherbelt. Robert hat Familie Neumann als Geschenk für seine Frau Marie gekauft, obwohl sie viel lieber einen Hund gehabt hätte.

 

Das Chaos nimmt seinen Lauf. Im Kleingedruckten des Kaufvertrages findet sich manche Überraschung, Käufer und Gekaufte haben Schwierigkeiten, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Denn Besitz bedeutet auch Verantwortung und die Neuversklavten wollen sich nicht so einfach in die ungewohnte Rolle als leibeigene Hausangestellte fügen. Und spätestens nachdem Vater Neumann durch eine Verkettung aberwitziger Umstände selbst in den Besitz einer weiteren Familie gelangt, wird die Situation für alle Beteiligten unübersichtlich.
 Georg Heinzen hat mit „Sale“ ein konsequentes Stück zur Krise geschrieben, in dem die Marktbewertung des Menschen auf die Spitze getrieben wird. Unter dem Diktat des Sparzwangs lässt sich vieles rechtfertigen und die Entsolidarisierung der Gesellschaft schreitet voran.

 

Seit fast drei Jahrzehnten ist Georg Heinzen, geboren 1953, erfolgreicher und preisgekrönter Autor von Romanen und Drehbüchern. Mit seinem Theaterdebüt „Sale“ hat er eine ebenso bizarr-komische wie verstörende Dystopie geschaffen.

 

Inszenierung Thomas Schendel

Ausstattung Daria Kornysheva

Dramaturgie Friederike Bernau

 

Hans Axel Meinhardt

Christina Beatrix Doderer

Lisa Elisabeth Halikiopoulos

RP Tim Oberließen

Martin Marco Dott

Anna Tina Eberhardt

Marie Shantia Ullmann

Robert Christoph Wieschke

Makler Florian Stohr

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