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Uraufführung: "TANGER unplugged" in den Münchner Kammerspielen

Ein Projekt von Barbara Weber,

Premiere am Freitag, 28. September 2007, um 20.00 Uhr im Neuen Haus.

 

Am nord-westlichsten Punkt Afrikas gelegen ist die marokkanische Stadt Tanger von jeher Drehscheibe und Transitort zwischen Afrika und Europa. Ihre Geschichte ist bewegt, international, korrupt und migrantisch.

 

In den 1950ern wurde Tanger als internationale Zone zum Zufluchtsort für europäische und amerikanische Schriftsteller und Künstler wie William S. Burroughs und die Beatniks, Paul und Jane Bowles oder die Woolworth-Erbin und Multi-Milliardärin Barbara Hutton. Während die Menschen der westlichen Welt hier nach Inspiration, Sex, Drogen und der Nähe zu animistischen Kulturen suchen, um unserer kapitalistischen und funktionalen Lebensweise zu entkommen, bleiben die Schwarzafrikaner und Marokkaner durch die 14 km breite Meerenenge von Gibraltar von ihrem Sehnsuchtsziel Europa getrennt. Sie warten in den dunklen Räumen der Medina, den Lagern, den Wäldern vor der Stadt und riskieren ihr Leben, um der Festung Europa und dem Kapitalismus, der sie nicht haben will, ein Stück nähe r zu kom men.

 

In TANGER uplugged von Barbara Weber wird der Mythos Tanger zur Infrastruktur, in der zwei gegenläufige Sehnsuchtsbewegungen aufeinander prallen: die nach geographischer und die nach mentaler Grenzüberschreitung. Unplugged ist ein von Barbara Weber entwickeltes Format, das sich politisch, rhythmisch, diskursiv mit relevanten Themen und Mythen auseinander setzt.

 

Regie: Barbara Weber

 

Mit: Arvild Baud, Tabea Bettin, Lasse Myhr, Karin Pfammatter, Steven Scharf, Sebastian Weber

 

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