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Uraufführung: "Vater Mutter Geisterbahn" von Martin Heckmanns im Staatsschauspiel Dresden

Premiere 6. Mai2011 im Kleinen Haus 2. -----

 

Familie Klein gibt nicht auf. Die Mutter ist eine verkrachte Philosophiestudentin mit einem Alkoholproblem, der Vater ein gescheiterter Regisseur, der die Familie mit Nebenjobs über Wasser hält, und der Sohn will nicht aus dem Haus, weil er nicht weiß wohin.

 

Aber die Kleins wollen sich nicht unterkriegen lassen und beginnen eine eigene Form der Familientherapie. Sie versuchen, sich zu erinnern, wie es zu ihrer Situation kommen konnte, spielen noch einmal Szenen ihres Familienalltags durch und ändern sie nachträglich zwischen Wiederbelebung und Trauerarbeit von der Geburt bis zum Abschied.

 

Sie entwerfen Erziehungsmodelle, um dem Sohn eine Perspektive zu geben, und nutzen die Freiheit des Spiels, um sich zu lösen aus ihrer Erstarrung. Zunehmend befremdet kommentiert das Kind die Bemühungen seiner Eltern, mit ständig wechselnden Maßnahmen aus ihm etwas Besonderes machen zu wollen. Denn obwohl beide Erziehungsberechtigte keine bestimmte Vorstellung von der Zukunft haben, sind sie sich doch entschieden einig darin, dass der Junge ihre Fehler und Defizite nicht wiederholen soll. Am Ende verlässt der Sohn das Haus, und die Eltern haben ihr Ziel erreicht - allerdings auf eine andere Weise, als sie es sich erhofft hatten.

 

Martin Heckmanns, dessen Prolog „Zukunft für immer“ die Spielzeit 2009.2010 eröffnete, erzählt in seinem neuen Stück von überforderten Eltern und einem eigensinnigen Sohn - eine Erziehungsgeschichte in utopiearmen Zeiten.

 

Mit: Christian Erdmann, Robert Niemann, Nele Rosetz

 

Regie: Christoph Frick

Bühne und Kostüm: Alexander Wolf

Musik: Stefan Schneider

Dramaturgie: Martin Heckmanns

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